#50 - Slowakei: Naturschätze in unserem unbekannten Nachbarland mit Marko

Shownotes

Slowakei: Ein oft übersehenes Nachbarland direkt vor unserer Haustür. In dieser Folge spricht Christian mit Marko über die Niedere Tatra, die Kleine Fatra und über eine Bergkultur, die in der Slowakei noch sehr lebendig ist. Es geht um ursprüngliche Landschaften, alte Bergtraditionen, Schafkäse, K u K Geschichte und um ein Land, das viel näher und vielfältiger ist, als viele denken.

Warum Slowakei

Die Slowakei ist leicht erreichbar und zugleich für viele noch ein echter Geheimtipp. Wer dort unterwegs ist, erlebt viel Natur, wenig Zersiedelung und eine Bergwelt, die ursprünglicher wirkt als in vielen stärker erschlossenen Alpenregionen.

Mit dabei:

  • ✨ Christian: Gründer von Weltweitwandern
  • ✨ Marko: Guide, Hüttenbesitzer, Träger und Partner vor Ort in der Slowakei

Slowakei verstehen

  • Rund 49000 Quadratkilometer groß
  • Etwa 5,4 Millionen Einwohner
  • Bratislava liegt nur rund eine Stunde von Wien entfernt

Die Slowakei ist stark von Gebirgen geprägt und war lange Teil größerer politischer Einheiten. Als eigenständiger Staat besteht sie erst seit 1993.

Highlights in der Slowakei:

  • Niedere Tatra: Langer Gebirgskamm mit viel Ruhe und weiten Ausblicken
  • Große Fatra: Wiesen, Wälder und wenig begangene Berglandschaften
  • Kleine Fatra: Schrofferes Kalkgebirge mit Schluchten und steileren Formen
  • Polana: UNESCO Biosphärenreservat mit alten Wäldern und ursprünglicher Natur
  • Spania Dolina: Historisches Dorf mit Bergbaugeschichte
  • Magurka: Höchste Siedlung der Slowakei in ruhiger Berglage
  • Diery Schluchten: Steige mit Leitern, Wasserfällen und engen Felsformationen
  • Velky Krivan: Aussichtsgipfel in der Kleinen Fatra

Landschaft und Natur

  • Karpatengebirge prägen fast das ganze Land
  • Große Mischwälder, Bergwiesen und ursprüngliche Täler
  • Noch immer Lebensraum für Bär, Wolf und Luchs
  • Wenig verbaute Naturräume und geringe Zersiedelung

Gerade diese Weite und Unberührtheit ist ein zentrales Thema im Gespräch.

Bergkultur und Sherpas

Ein besonderer Aspekt der Folge ist die slowakische Hüttenkultur. In der Niederen Tatra werden Berghütten teils bis heute von Trägern versorgt, die Material, Lebensmittel und Ausrüstung zu Fuß hinaufbringen. Auch Marko ist Teil dieser Tradition und erzählt von dieser besonderen Form des Berglebens.

Kultur und Geschichte

  • Lange Zeit Teil von Österreich Ungarn und der Tschechoslowakei
  • Deutliche Spuren der K u K Geschichte
  • Bergbau und Handelswege haben viele Orte geprägt

In vielen Städten und Dörfern sind diese geschichtlichen Schichten bis heute sichtbar.

Menschen

  • Gastfreundlich und direkt
  • Stark mit ihrer Region verbunden
  • Bergwandern gehört für viele ganz selbstverständlich zum Leben

Im Gespräch wird deutlich, wie selbstverständlich Natur und Alltag zusammengehören.

Kulinarik

  • Deftige und regionale Küche
  • Schafskäse in vielen Varianten
  • Bryndzové halušky als bekanntes Nationalgericht
  • Suppen spielen eine große Rolle
  • Dazu Bier und überraschend gute slowakische Weine

Besonders der Schafskäse zieht sich wie ein roter Faden durch die Reise.

Unterwegs in der Slowakei

  • Moderate Wanderungen
  • Meist 3 bis 5 Stunden täglich
  • Gut begehbare Wege
  • Trittsicherheit in Schluchten hilfreich

Die Reise verbindet Bewegung, Natur und kulturelle Einblicke ohne sportlichen Extremcharakter.

Nachhaltigkeit

  • Anreise ohne Flug ab Wien
  • Kleine Gruppen
  • Regionale Unterkünfte und lokale Küche
  • Kurze Transfers und viel Bewegung zu Fuß
  • Unterstützung lokaler Hütten, Produzenten und Bergregionen

Auch das Thema bewusster Konsum und langlebige Ausrüstung wird im Gespräch angesprochen.

Praktische Infos:

  • 📅 Beste Reisezeit Mai bis Oktober -🥾 Gute Grundkondition reicht aus -🚆 Bequeme Anreise ab Wien -🌍 Sehr sicheres Reiseland -🧥 Kleidung im Zwiebelsystem sinnvoll, da das Wetter rasch wechseln kann

🎧 Jetzt reinhören und die Slowakei entdecken

Links & Infos:

Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).

Transkript anzeigen

00:00:03: Aber jeder Gast merkt es auch.

00:00:06: Wenn wir da durch die Wälder wandern, das sind uralte Wälden und ... Da merkst du, dass das mit dir irgendetwas macht?

00:00:15: Die Küche ist für den Slovaken wie der Berge wichtig.

00:00:18: Alles geht durch die Küche, durch den Magen.

00:00:20: Und du wirst eigentlich sehr häufig eingeladen.

00:00:26: Leute reist, dann wird das Verständnis größer.

00:00:28: Dann kriegen wir viele gute Sachen für die Zukunft hin.

00:00:37: Naturschätze in unserem unbekannten Nachbarland mit Marco.

00:00:42: Herzlich willkommen bei Weltweit Wandern, dein Podcast für es Wandern, Reisen und bewegende Begegnungen!

00:00:50: Ich bin Christian Lade der Gründer von Weltweit wandern.

00:00:53: heute nehme ich dich mit in die Slowakei unser oft ein bisschen übersehendes Nachbar Land.

00:00:59: wir sprechen über imposante Bergkämme in der niederen Tatra hohen Tatra über spektakuläre Klammern, den traditionellen Schafkäse, Kultur der traditionellen slovakischen Sherpas und K&K Geschichte.

00:01:18: Alles ganz direkt vor unserer Haustür und bequem ab Wien erreichbar!

00:01:24: Ich bin online verbunden mit Marco unserem lokalen Partner & Guide und möchte ich recht herzlich im Podcast begrüßen.

00:01:32: Hallo Marco

00:01:34: Ja, Servus!

00:01:35: Grüß Sie Christian.

00:01:36: Ich freue mich da zu sein und es schön dich jetzt auch so zu sehen.

00:01:41: wir hatten ja noch nicht so oft das Vergnügen miteinander und ich freu mich heute was über meine Wahlheimate zu erzählen denn ich bin ja seit.

00:01:53: Das ist die Hälfte meines Lebens.

00:01:55: Ich bin fünftig geworden in der Slowakei und komme ursprünglich aus Deutschland, aus Thüringen.

00:02:01: Und ich bin dann vor fünfzehnzig Jahren der Liebe wegen,

00:02:06: aber

00:02:06: auch der Liebe zu den Bergen dann in die Slowakeia ausgewandert.

00:02:10: Ja, voll cool und du hast ja echt schon eine spannende Geschichte weiß ich.

00:02:14: Du arbeitest ja mit Eva zusammen aus unserem Büro und gemeinsam habt ihr echt viele tolle Reisen schon ausgeheckt und konzipiert.

00:02:24: über die einen Teil werden wir jetzt schon reden und über Norwegen dann sicher in einem Fortsetzungs-Podcast.

00:02:31: aber jetzt gehen wir mal zu dir an deiner Geschichtemarko.

00:02:34: das klingt ja spannend.

00:02:36: Stichwort Sherpas Da hast du auch was damit zu tun?

00:02:42: Ja, ich habe da mit etwas zu tun.

00:02:45: Ich fange mal am besten so ein paar Schritte früher an.

00:02:48: Also ich bin den Thüringer aufgewachsen später dann nach Sachsen-Anhalt gezogen und musste als kleiner Bub mit meinen Eltern natürlich mit und ich war aber schon immer draußen.

00:03:00: und dadurch dass ich aus dem Ostblock komme, hatte ich natürlich auch immer aus Ostdeutschland eine Beziehung zu den Ostblockländern.

00:03:09: Und für uns war damals die Slowakei das Land wo wir relativ einfach hin konnten und was auch die höchsten Berge hatte vor uns quasi direkt vor der Haustür.

00:03:22: Und ich habe Glück gehabt, dass ich dann in Spanien allerdings meine Frau hab kennengelernt.

00:03:27: Dann sind wir auch an Spanier geblieben eine ganze Zeit lang – in Spania und Portugal.

00:03:33: Als unsere Kinder in die Schule gekommen sind, war es für uns Zeit zu seddeln und einen festen Wohnort zu finden.

00:03:42: Den haben wir dann in Daslovakei gemacht.

00:03:46: Ich bereu es bis heute nicht, bin wie gesagt ca.

00:03:49: twenty-fünf Jahre da Und habe dadurch dann, dass wir uns in der Niederentatra niedergelassen haben – da kommt meine Frau ursprünglich her.

00:03:57: Dann natürlich auch durch meine Tätigkeit damals schon als Bergwanderführer den Kontakt zu den Hütten bekommen.

00:04:05: Zu den Berghütten bei uns hier an der Niederen Tatra und war von Beginn anfasziniert von der Kultur der Sherpas oder der Hüttenträger.

00:04:16: Also es war für mich damals unvorstellbar welche Gewichte die nach oben bringen und damit die Hütte am Leben halten.

00:04:25: Und aber auch zu welchen oder an welchen Wetterbedingungen, also ein Hubschrauber fliegt nicht.

00:04:32: Aber in Scherberg kommt hoch mit dem was du brauchst auf der Hütter.

00:04:37: Das war für mich so einen Einstieg damals in die slovakische Bergwelten-Tradition sage ich mal, die doch noch anders tickt als in anderen Gebirgen.

00:04:51: Denn die Slovakien sind sehr verbunden zu ihren Bergen und halten diese Tradition der Träger zum Beispiel auch nach wie vor am Leben.

00:04:58: Und heute kann ich sagen dass ich einer der Trräger bin.

00:05:03: Ich believere die Stefanika Hütte Mit das ist sie unter dem Jumbeerlik.

00:05:09: Das ist der höchste Berg der niederen Tatra.

00:05:13: Ich bin

00:05:14: froh

00:05:15: in Anführungssträßigen, dass ich es dahin geschafft habe.

00:05:17: Dass die mich aufgenommen haben und dass sie mir gezeigt haben wie das geht.

00:05:21: Und auch durch einige Krisen physischer Art geführt haben, dass sich nicht aufgegeben haben.

00:05:27: Du und Sherpa heißt es so?

00:05:29: Also ist es oder ist es quasi ein Anführungstechen?

00:05:32: Wie sagt man das auf Slowakisch?

00:05:34: Also man sagt auch Sherpa, aber der sowakische Begriff ist der Nossage.

00:05:39: Und Sherpa ist aber Gang und Geber.

00:05:42: also wenn dir das Wort als Ausländer Nossige nicht einfällt für den Träger dann kannst du auch Sherpas sagen dass es okay.

00:05:47: und es gibt doch jedes Jahr bei uns die Sherpa Ralee und sie findet jedes Jahr einen anderen Bergküte statt und da ermitteln wir quasi unseren besten Träge oder unsere beste Trägerein beziehungsweise die schnellsten.

00:06:01: Okay, war spannend.

00:06:03: Bisschen gibt's ja Querbezüge zum Nachnepal weil unser Partner und mein lieber Freund Sudama hat ihn auch als Sherpa angefangen.

00:06:11: Scherpa heißt jetzt mit Wissenprallen das Volk aus dem Osten Quasi, aber wird auch in Nepal schon alle die Gebäck tragen.

00:06:22: Auch in Nepal heißen Scherpa, aber ursprünglich sind das die Leute aus Tibet zugewandert sind.

00:06:28: Aber es hat sich sozusagen weit in den Westen verbreitet auch zu euch.

00:06:32: Spannend!

00:06:34: Wie viel Kilo traugst du da?

00:06:37: Ja also je nach Wetter und je nach Bedingungen liegt immer so zwischen Sechzig bis siebzig Kilo.

00:06:47: Das geht bei uns so über, also zu unserer Hütte um sechshundert Höhenmeter sind das bis nach oben.

00:06:53: und ja aber es gibt der Rekord aktuell, der liegt bei knapp über zweihundert zehn Kilo was jemand getragen hat auf seinen Schultern.

00:07:03: Es war aber ein relativ einfacher Weg und der Rektor über einen relativ schwierigen Weg zur Hütte hoch.

00:07:11: Es sind auch knapp siebenhundert Höhenmeter bis zur Hüte vom Riesi, das ist hier so ein Grenzberg zu Polen, der liegt bei etwas über hundertreißig Kilo.

00:07:21: Da kennst du es durchaus Aufnehmer mit den Scherpas weiter im Osten in Nepal!

00:07:25: Bist du?

00:07:25: Du

00:07:26: kräftige Puschen

00:07:27: und Frauen, ja?

00:07:29: Ja, ja.

00:07:31: Und du bist ja auch Hüttenbesitzer dabei quasi

00:07:35: Genau.

00:07:36: Wir haben in der Niederland-Hattra eine kleine Hütte unten im Tal, die liegt so auf knapp siebenhundert Meter, hat einen kleinen eigenen Ski Lift dabei mit einer Piste von so vierhundert Metern.

00:07:47: und diese Hütter, die betreiben wir ja... Es ist allerdings jetzt nicht so eine Berghütte im klassischen Sinn wie man sich es vielleicht vorstellt wo Restaurantbetrieb ist sondern der Restaurantbetriebe.

00:07:59: den machen wir wenn wir Events machen, ne?

00:08:02: Wenn wir zum Beispiel festmachen an der Hütta wenn wir es schlachten, wenn neuer Käse vorgestellt wird oder solche Sachen.

00:08:10: Auf Anlass quasi, okay.

00:08:12: Ja

00:08:13: spannend also wirklich eine andere Kultur.

00:08:16: oder kann man sagen bei uns war das ja auch vor dieser Hubschrauberzeit ist ja auch viel getragen worden.

00:08:23: und auch heute noch ein bisschen so Salat von der Reichensteinhütte bei uns da im Norden von Graz.

00:08:30: Da gibt es schon noch so Burschen vom Ort die die Hütte versorgen.

00:08:34: aber das sind dann halt Frischlebensmittel.

00:08:37: Aber bei euch scheint's schon auch um Bier und so zu gehen.

00:08:41: Und um andere Dinge, die da rauf tragen werden wahrscheinlich?

00:08:45: Ja ja also wir tragen quasi alles was für den was in der Küche gebraucht wird nach oben von Reinigungsmitteln, Überlebensmittel, Bierfässer.

00:08:55: bei uns in der Mitte sind das so diese Fünfzig Liter Bierfesser die wegen so um die Sechzig Kilo.

00:09:01: Die werden hochgetragen.

00:09:02: das Gleiche kommt auch Cola, die ist auch die slovakische Cola.

00:09:06: Die Koffhola ist legendär und wird auch in diesen Fässer nach oben getragen.

00:09:11: Und Baumaterial also wirklich alles was wir brauchen.

00:09:14: Der Hubschrauber wird wirklich nur eingesetzt für Sachen die wir einfach physisch nicht mehr schleppen können.

00:09:21: Ja, bevor wir jetzt noch weiter so in die Berge wandern zu deinem Leben.

00:09:27: Also du bist ja nicht immer scherper sondern hast dem vielfältige Tätigkeiten wie auch Wanderreisen von Weltatwandern zu begleiten.

00:09:36: aber wie startest Du so in deinen Tag?

00:09:39: Wo treffen wir Dich gerade an und wo sitzt Du gerade?

00:09:41: und wie bist Du heute in den Tag gestartet?

00:09:46: Ich bin ziemlich langweilig, glaube ich.

00:09:50: Ich stehe jeden Tag zwischen um fünf und halb sechs auf.

00:09:54: Das ist so meine Zeit.

00:09:56: Da mache ich mir ein Wasser, dann mache ich einen Kaffee – das muss sein früh ohne dem geht nix!

00:10:01: Und dann schaue ich so ein bisschen über den Tag drüber, organisiere die Sachen für mich so im Kopf oder im Computer was so ansteht.

00:10:11: Und das mache ich so schön in Ruhe weil da habe ich meine Ruhe, da stört mich noch keiner.

00:10:16: Und dann gehe ich meistens mit dem Hund raus.

00:10:20: Das ist der Asmo, das ist ein Samoyed, so ein weißer sibirischer Hürtenhund und mit ihm mache ich eine Runde und dann komme ich zurück zum Frühstück und dann geht es eigentlich los.

00:10:33: Wenn ich jetzt selber Touren führe, dann geh ich da meistens direkt zu den Touren.

00:10:39: oder wenn ich jetzt im Büro bin wie gerade auch, dann bin ich am Computer Ich bin in der Organisation eingebunden, in der Administration an den Planen von unseren gesamten Programmen.

00:10:53: Von den Touren und was wir haben.

00:10:55: Und muss mich dann natürlich nebenher noch kümmern um die Hütte, die wir betreiben, wenn das da mal alles läuft... ...und helft dann auch an der Hütthe wo ich halt drauf trage mit vielfältigen Sachen.

00:11:09: Das ist so mein Tag ja!

00:11:11: Also einerseits Büroarbeit andererseits physische Arbeit tagt mir eigentlich ganz gut,

00:11:16: weil

00:11:19: ich mache die Planung gerne.

00:11:20: Die Organisation am Computer.

00:11:23: Ich rede gern mit Leuten wie wir was anders machen können und so.

00:11:26: aber ich mag halt auch das Physische.

00:11:29: Und es ist immer schön wenn man so einen Wechsel hat.

00:11:33: Diese Hütte wo du rauftragst, diese auch Teil von unserem Reiseprogramm, die ich recht speziell erzählern mal ein bisschen darf, der bist du sehr verbunden.

00:11:45: Ja schon, ich kann sagen das ist mein zweites Zuhause.

00:11:49: Denn über die Jahre sind natürlich alle, die da oben arbeiten, es ist wie eine Familie.

00:11:53: Wir sind Freunde geworden, richtig enge Freunde und die liegt auf knapp über tausend siebenhundert Meter unter dem höchsten Berg der Niederen Tatra.

00:12:02: Das ist der Jumbier, der knapp über zweitausend Meter hoch ist.

00:12:06: Die Hütte ist ganz jährig geöffnet also an dreiundfünftsechzig Tagen.

00:12:10: Das vielleicht auch so eine Besonderheit.

00:12:12: Vielleicht kommen wir da später noch mal drauf für die Esloberkeit, denn bei uns haben alle Berghütten das ganze Jahr übergeöffnet.

00:12:19: Es gibt nur zwei drei Ausnahmen, die schließen aber sonst sind auch alle die Hochgebirgshütten des ganzen Jahres geöffnet und werden es ganze Jahre überbewirtschaftet.

00:12:30: Und bei der Hütte ist es halt auch so.

00:12:32: Das ist eine Hütta, die fast autark ist.

00:12:35: Einzige was hochkommt, kommt noch aus kommunistisch und sozialistischen Zeit.

00:12:40: Da wurde mal ein Kabel, ein elektrisches Kabel hochgelegt aber ansonsten bekommen wir das Wasser direkt vom Berg Jumbia.

00:12:48: Die Kläranlage ist eine Bioklärenlage Und wie gesagt die Hütte lebt davon wie auch die meisten anderen Hütten Dass wir eine große Gruppe an Sherpas sind und dann Hüttemitarbeitern die die Hütte dann auch am Leben halten.

00:13:02: da packt jeder bei den Sachen mit an wo es halt Wo es gerade fehlt.

00:13:08: Und die Stefanika-Hütte, so heißt sie.

00:13:11: Die ist Teil von dem ... Oder eine Übernachtungsstation vom Kammbanderweg, der über die Niedere Tatra führt?

00:13:18: Mhm.

00:13:19: Denn man kann die Niederer Tatra, die ist knapp hundert Kilometer lang in fünf bis sechs Tagen das Etappen überqueren.

00:13:25: Ist ne fantastische Tour, weil ihr geht genau durch die Mitte vom Land und so schläfst du halt immer in verschiedenen Hütten.

00:13:32: Und die Stefanika-hütte ist halt ein Teil davon.

00:13:36: Ein

00:13:36: Punkt davon ja!

00:13:38: Wow, da kann man gleich dann wenn man dort übernachtet deine ganzen Beziehungen dann quasi mit Benutzen sage.

00:13:44: Aber quasi mit deinen Freunden in Kontakt kommen dort und Land und Leute über die ich gut kennenlernen wenn man unterwegs ist.

00:13:53: Meine Kinder arbeiten halt auch da oben also am Wochenende.

00:13:56: Wir studieren

00:13:57: alle beide.

00:13:58: Der Timi der wird achtzehn und die Emily die wird dreinzwanzig oder es drei zwanzig.

00:14:04: Emily studiert hier schwedisch und norwegisch in Pratislava.

00:14:07: Und ist dann ja auch da oben mit stark eingebunden,

00:14:12: und

00:14:13: der Timmy wird vorstwürzt.

00:14:16: Der ist am Wochenende halt auch da oben, der trägt auch mit und hilft mit einer Küche oder beim Bett machen und noch bei so handwerklichen Sachen.

00:14:24: Die sind auch schon voll dabei!

00:14:25: hast du deine Naturliebe schon weitergegeben in die nächste Generation.

00:14:29: Schön, wow schön!

00:14:31: Wie heißt bei mir auch so?

00:14:32: Wir haben ungefähr ähnlich alte Kinder.

00:14:34: meine Tochter und mein mittlerer Sohn sind auch schon im Büro unterwegs und mit mir an den Bergen oder auch selber.

00:14:40: Laura ist gerade mit meinen Tochter, die ist grad mit dem Fahrrad von Florence nach Rom unterwegs also sehr outdoor liebend Na voll schön.

00:14:53: Ja, da kann

00:14:56: man voll gern.

00:14:57: Du bevor wir jetzt dann noch so reinsummern in die Merke lass uns einmal raussummen.

00:15:03: und so weil wenn wir beim Vorgespräch schon geredet ist es ja voll schade weil die Slowakei ist ja so nahe Also eben besagte Laura, die gern Radelfahrt.

00:15:14: Meine Tochter macht Tagesduren wo sie von Wien nach Bratislava und wieder zurückfährt in einem Tag und dort Zeit hat also es ist ja wirklich vor der Haustür von Wyn beginnt die Slowakei unser wirklich super Nachbar und doch wissen wir so wenig Schande über uns, über mich Viele, wie ich weiß.

00:15:36: Es ist ein bisschen ein weißer Fleck die Slowakei.

00:15:39: Jetzt sagen wir mal wo liegt die Slowokei neben Wien?

00:15:43: Was sind die Nachbarstaaten?

00:15:45: Wie groß ist es?

00:15:47: Was kann man sich darunter vorstellen?

00:15:51: Also du hast das ganz gut gesagt.

00:15:54: Man weiß relativ wenig heutzutage über die Slowokai obwohl sie in der Mitte von Europa liegt.

00:16:00: Ich glaube aber dass Also das geht vielen so und ich glaube einfach der Schulterran ist dieser eiserne Vorhang, den es früher gegeben hat.

00:16:09: Alles was dahinter war, wenn ich das so sagen darf, das war dunkel da fällt man nicht hin und dann braucht man nichts drüber zu wissen und haken dahinter.

00:16:17: Dann sind die Grenzen aufgegangen aber die... Das hat sich in weiten Teilen halt auch noch so gehalten.

00:16:24: dass ist meine Erfahrung bis jetzt, ne?

00:16:26: year-twosn-sechsundzwanzig natürlich nicht in allen Bereichen.

00:16:29: darum Gottes Willen bei der Slowakei im Speziellen.

00:16:34: Und ich glaube auch, das hängt mit der Geschichte von der Slowakai zusammen, denn sie ist ja eigentlich erst seit dreiundneunzig ein eigener Staat als Slowakail.

00:16:43: Vorher war sie Teil von der Tscheches-Slowakai und davor war sie wiederum Teil von Österreich-Ungarn.

00:16:50: Dafür war sie mehrere Hundert Jahre Teil von Österreich.

00:16:54: also es war quasi nicht Slowakais, sondern es war Oberungern Und die Slovakien sind bis heute so ein Meister da drin, wenn ich das sagen darf.

00:17:07: Dass sie so ein bisschen ihr Licht unter den Schämen stellen.

00:17:11: Also es waren glaube schon immer viele Völker in der Slovakie, viele Sprachinseln also von Norden.

00:17:18: zum Beispiel kamen die Goralen vom Osten trüben die Rodenen und die Ungarn, dann die Tschechen.

00:17:24: Dann die Österreicher.

00:17:26: Und man hat sich eigentlich immer mit allen arrangiert und dadurch ist man als eigener Slovake, als als eigenem Mensch gar nicht so in Erscheinung getreten weil man immer ein bisschen unter den anderen gestanden hat ohne das jetzt negativ zu meinen.

00:17:43: Das eine und das andere hängt sicherlich auch mit der Geografie zusammen denn die Slowakia ist ein reines Gebirgsland.

00:17:49: Die einzigste Tiefebene, die es gibt das ist so ein bisschen südlich und östlich vom Pratislava.

00:17:54: Das ist die umgarische Tiefebene, die da so reinzieht.

00:17:58: Aber der restliche Teil von dem Land ist sehr stark durch Gebirge gekliedert.

00:18:05: Das höchste Gebirg kennt jeder, das ist die hohe Tatra.

00:18:08: Das ist auch gleichzeitig das Höchste-Gebirge was viele nicht wissen oder den höchsten Punkt des gesamten Karpatenburgens.

00:18:14: Da ist die Gerlachspitze und das ist der höchster Berg vom gesamten Kapatenborgen.

00:18:19: Und die Slowakei ist auch relativ, der ist zwei tausend sechshundertfünfzig Meter.

00:18:25: und dadurch dass aber die Slowokei vom Kontinentalklima beeinflusst wird.

00:18:31: Das geht so bis nach Pratislava ran.

00:18:34: So in Pratislava-Wien.

00:18:35: da diese Klimascheide haben wir sehr kalte und trockene Winter und dann aber auch lange ausgeprägte gute Sommer.

00:18:44: Und durch dieses Kontinentalklima ist das Klima in der hohen Tatra oder niederen Tatra auf den doch geringen Höhlen, sage ich mal von zwei tausend oder zweitausend fünfhundert Metern wie woanders bei deutlich höheren Höhen so bei drei dreieinhalbtausend Meter.

00:19:00: deswegen wird es oft als Hochgebirge bezeichnet als kleinstes Und ja, sie ist relativ dünn besiedelt.

00:19:07: Der Slovakia haben immer die großen Metropolen gefehlt, die gab es nie und von daher hat man das Land glaube ich nie so richtig auf dem Schirm gehabt.

00:19:18: Und die Slovaken haben auch nach der Eigenständigkeit reinundzig ihren Fokus in der Wirtschaft auf Automobilindustrie gelegt und auf andere Industriezweige aber nicht zu sehr auf den Tourismus, obwohl eben in der Ostzeit, also Vorwendezeit war das so dass die Slowakei eigentlich das Land für die Bergsteiger, Skifahrer und Wanderer im Ostblock gewesen ist.

00:19:44: Weil es halt einfach zu erreichen war.

00:19:46: Und dann hat man gedacht okay das geht so weiter, es ist kein Problem da müssen wir keine Werbung machen und da ist ein bisschen Vergessenheit geraten.

00:19:53: Das kommt eigentlich erst wieder kurz vor Corona hat es angefangen, dass das Bewusstsein dass international Bewusstsein für die Slowakei mehr gekommen ist.

00:20:04: Und ja, das ist sicherlich so ein Grund dafür, wobei auf der anderen Seite muss man sagen, die Slowaken haben schon berühmte Persönlichkeiten.

00:20:17: Also zum Beispiel den Andy Warhol, den kennt jeder glaube ich ne?

00:20:24: Ja.

00:20:24: Das sind Slowaken und er hat sich auch immer also war sich immer dieser verbunden Also diese Verbindung bewusst und dieser Geschichte.

00:20:32: Dann haben wir den Herrn Czernan, das ist der letzte Mensch, der auf dem Mond gestanden hat.

00:20:40: Der kommt aus der Silberkei gar nicht weit von uns oder wo ich wohne entfernt.

00:20:46: und jetzt wenn man in die neue Geschichte guckt oder eher in die Wirtschaft dann Asset Das ist eine bekannte Firma, die ist in der Internet Security unterwegs.

00:20:56: also die macht dieses Programm Asset was fast auf der Welt überall benutzt wird.

00:21:01: Das kommt aus der Slowakei, dann Sajik das ist die erste Navigations-App, die auf dem iPhone laufen hat oder die auch im System integriert war.

00:21:13: Also da gibt es viele berühmte Slowaken, die man nicht der Slowakai zuordnen würde.

00:21:19: Für mich ist es ja immer spannend, ich habe das in den letzten Jahren viele Länder in Südost und Nordeuropa die damals hinterm eisernen Vorhang waren.

00:21:30: Bei Rumänien hat's angefangen wo ich einfach gespürt hab... Pistonarisch, das ist eigentlich so wie du sagst.

00:21:37: Das ist mitten in Europa da ist europäische österreichisches Geschichte die Karn-Kartzeit also in Rumänien so Orte wo die Kaiserin Sissi auf Kur war Also Bezüge in Hülle und Fülle Und es ist immer dann ein Geschichtsunterricht wenn man unterwegs ist weil es so nahe ist und so viele Verbindungen gibt Waren wir gar nicht bewusst, dass der Andy Warrell den ich sehr schätze quasi ein Landsmann von dir ist.

00:22:09: Richtig super!

00:22:10: Ich muss ja sagen, ich war erst einmal und da sind Studentenzeiten in der Slowakei unterwegs.

00:22:17: Wir haben damals auch so wie meine Tochter jetzt eine Radeltour gemacht vom Wien aus wollten an die russische Grenze was ist?

00:22:23: Die ukrainische

00:22:24: Grenzen

00:22:25: aber das war quasi vor den neunzig Jahren.

00:22:28: Und da ist mir aufgefallen, also das war wohl diese Eberne durch die wir gefahren sind.

00:22:34: Aber dass es quasi schon merkbar so Industrieanlagen gab und Höfe aber ein Großteil des Landes auch wirklich wilde Natur

00:22:45: hatte.

00:22:45: Also diese Zersiedelung wie man's bei uns in Österreich leider haben Das ist dort nicht so.

00:22:51: Also, verrostet die Industrieanlagen und dann stundenlang durch urwaldartige wilde Landschaften.

00:22:59: also so dieser Kontrast war ganz spannend.

00:23:02: Die Natur in osteuropäischen Ländern ist auf der erstaunlich gut erhalten weil sozusagen sich die wirtschaftliche Tätigkeit oder kannst du das bestätigen?

00:23:13: sehr konzentriert hat auf ein paar Plätze?

00:23:17: Schon!

00:23:18: Also das habe ich in der Slowakei gesehen, das hab' ich aber auch in anderen Ländern gesehen.

00:23:22: Der Flächenverbrauch oder die Flächennutzung ist nicht so groß wie im westlichen Teil von Europa.

00:23:29: und bei uns in der slowakei ist es halt auch so dass sich die Industriegebiete auf eine gewisse Region konzentrieren da bleiben sie dann auch und an die restlichen Gebieten ringsherum die Gebirge Die sind dann wenig besiedelt

00:23:48: und

00:23:49: das ist natürlich ein Riesenvorteil für die Natur.

00:23:51: Das ist auch der Grund... wenn ich da ein bisschen vorgreifen kann, dass wir bei uns noch den Beer haben.

00:23:58: Den Wolf, den Luxam und das nicht nur in Einzelexemplaren sondern doch einer guten Population weil die brauchen ja diese großen Naturräume und vor allem dass die Naturräumer auch untereinander verbunden sind.

00:24:11: Und das hat man halt hier noch, weil es halt nicht so zersiedelt ist.

00:24:14: Das stimmt!

00:24:16: Weil das ist so ein bisschen auch gegen Argument, dass man sich denkt, die Länder im Osten.

00:24:21: Das ist alles so grau und so Ost-Europa eisender Vorhang.

00:24:28: Das stimmt dann schon punktuell.

00:24:30: also diese verrosteten alten Industrieanlagen sind ein bissel morbide aber das ist auch mini Teil und dann hast du quasi oft wie du sagst erhöhten Leben einen Land leben unglaublich interessant und von der Tradition her viel intakter ist, um von der Natur sowieso zu sprechen als es oft bei uns in Mitteleuropa.

00:24:53: Seid sie ja auch Mittele Europa aber in den sogenannten westlichen Mitteleuroper.

00:24:58: also für mich war's immer so ein Wow!

00:25:00: Also die Orchideenvielfalt in den Wiesen das sieht man bei uns selten weil es eben so wild ist noch sowie du sagst eben wilde Tiere große Naturräume.

00:25:12: Ja, das unterschreibe ich komplett.

00:25:15: Also wenn du jetzt nach Pratislava fährst zum Beispiel dann hast du einige Gebiete wo es diese Industrieanlagen gibt.

00:25:22: natürlich Pratislava ist mittlerweile mega modern also da wachsen ja Wolkenkratzer aus der Erde im Stadtzentrum.

00:25:29: Das ist unglaublich.

00:25:31: und dann aber auch in anderen Bereichen der Slowakei hast du wirklich nur punktuell kleine Industrieanlagen, natürlich auch welche aus der Vorwendezeit.

00:25:40: Die sind vielleicht nicht so ansehlich aber das fällt im großen Bild überhaupt nicht auf.

00:25:47: ja weil die großen Teile die unberührt oder nicht zu siedelt sind oder nur wenig besiedelt und sie sind ja viel größer.

00:25:56: also wenn ich das prozentual angeben kann lasst die industrieanlage vielleicht drei, vier Prozent sein.

00:26:03: Was man sieht und der Rest ist da wirklich sind ursprüngliche Wälder große Bergwesen Und dann natürlich diese große Vielfalt an langgezogenen Tälern an Flüssen und auch Angebürgen was man hat und was viele erstaunt wenn sie in die Slowakei kommen.

00:26:22: und da kommt man wieder auf die Geschichte zurück Wenn du in die Dörfer gehst zum Beispiel bei uns in der Mittel-Slovakia jetzt hier.

00:26:30: dieses Land hieß früher das Hauerland.

00:26:32: Das kommt daher, weil man hier sehr viel Bergbau betrieben hat.

00:26:35: Man hat Kupfer, Silber und Gold abgebaut.

00:26:38: Und wenn man dann in diese kleineren Städte geht ... Diese Altstädte sind wunderschön!

00:26:45: Also die könnten auch jetzt in Österreich, in Deutschland stehen oder ja in den Nachbarländern... Weil man von da damals die Arbeitskräfte hier hatte.

00:26:54: also in der Region wo ich bin ist Deutsch neben Englisch die zweite Sprache, die gesprochen wird.

00:27:00: Weil das auch geschichtlich immer so war.

00:27:02: Es waren sehr viele Österreicher hier.

00:27:04: Maria Theresia hatte in Banska Stervenitzar auf Deutsch heißt die Stadt Chemnitz.

00:27:09: Das war also die Perle der slovakischen Bergbaustätte wunderschöne Altstadt.

00:27:15: Sie hatte ein Febel dafür, ne?

00:27:17: Sie war auch damals mit dabei bei der Gründung der ersten Forstuniversität der Welt die in dieser Stadt gegründet wurde und man sieht quasi ihr Wirken aber auch das Wirken von anderen Österreichern vom Deutschen in diese Region sehr stark.

00:27:32: Das zeigt sich in der Architektur.

00:27:35: dann aber auch wenn man auf die alten Karten schaut da sind die deutschsprachigen Bezeichnungen drauf Man sieht's in der Küche, also man sieht es wirklich überall.

00:27:44: Und das ist der Kontrast wo viele nicht denken würden Mensch ich fahre da jetzt eigentlich in den Osten In die Slowakei und dann finde ich aber Architektur Brauchtum Essen Überall die Einflüsse aus Deutschland oder halt auch aus Österreich.

00:28:01: Das ist für viel überraschend Aber für mich immer schön zum Anschauen.

00:28:05: Also weil man taucht dann wirklich direkt in die Geschichte ein kommt oft das Argument von den Gästen, ja, maukauer Wochen wissen wir denn da nix drüber.

00:28:14: Und das ist eigentlich auch das Erstaunliche, denn die Mittel-Slovakia war im Goldsilver und Kupfer Bergbau im vierzehnten, fünfzehnten, sechzehnte Jahrhundert der Nabel der Welt.

00:28:24: Wenn man auf die alten Karten oder in die Museen schaut egal wo also nicht nur in der Slowakei sondern auch in Österreich dann sieht man dass von hier aus die Handelswege eigentlich gestartet sind um Ärzte, die man abgebaut hat dann in die gesamte Welt zu verschiffen.

00:28:39: Und man sieht zwar den Altstätten das ein großer Reichtum da gewesen ist aber irgendwann ist es so Stück für Stück in Vergessenheit geraten und natürlich hat an der Ostblock noch seinen Teil dazu beigetragen.

00:28:53: Ja, ganz spannend war auch in Warschau gibt es ja viel so Judengeschichte also im Polen und da ist die Besiedelung von Europa dass die ganzen Handelswege alle quasi über Nordosten dann so erst nach Zentral.

00:29:08: Also eure Gegend inklusive Bolen war ja quasi in diesem Mittelalter viel Entwickler und Reicher weil das quasi von dieser Seite dann die Handels Wege reingekommen sind.

00:29:20: Das ist ja echt... Also für mich in unseren Nachbarländern schon immer wieder so ein Wow-Geschichteunterricht.

00:29:28: Das was du jetzt sagst, ja und man sieht natürlich auch jetzt umgekehrt.

00:29:32: also man sieht wie viel von Österreich dort ist aus der Geschichte aber man sieht auch stichwort Essen Wieviel wir in Österreich natürlich von den Nachbar Ländern in unserer Küche drinnen haben.

00:29:44: Von Bobiddle bis Apfelstrudel und Balachinken bis irgendwas ist ja alles Gulasch Und so weiter ist ja alles quasi aus den Nachbarländern hereingekommen.

00:29:55: Stimmt, ja.

00:29:57: Vorspannend!

00:29:59: Ja und gerade weil du es erwähntest mit Polen und der Warschau und die Handelswege ging halt in der früheren Zeit vom Omen von der Ostsee, ne?

00:30:08: Vom Baltischen Meersachen bei uns übersetzt durch Polen, durch die Slowakiai... ...und dann halt runter bis zu Adria oder in die Mära wo es dann weiter verschiff wurde.

00:30:20: Und bei der Reise, die wir machen – das ist auch immer so eine Tour dabei.

00:30:23: und da kommen wir zum geografischen Mittelpunkt Europas.

00:30:26: Der liegt in der Slowakei von der EU ausgezeichnet mit einer Plakette, mit einem großen Stein an der Kirche.

00:30:34: hier befinden sie sich im geografischem Mittelpunkteuropa.

00:30:37: Also nicht politisch oder wirtschaftlich aber geografischer.

00:30:41: Das ist bei mir ja gleich ganz um die Ecken.

00:30:44: Mitten im Zentrum von Europa in deinem Land spannend!

00:30:51: Aber jetzt lasst uns doch ein bisschen über die Landschaften sprechen.

00:30:55: Was, was?

00:30:56: wir machen?

00:30:57: ja Wanderreisen?

00:30:58: Was gibt's denn da so an Entdeckungen?

00:31:00: Was sind so die Highlights oder gehen wir es nacheinander?

00:31:04: Hohe Tatra ist ja schon bekannt aber es gibt ja viele Dinge zu entdecken, die vielleicht gar nicht so bekannt sind.

00:31:13: Ja, die Hohe Tatra kennt jeder im Ausland.

00:31:17: Die hat sich schon zu Ostseiten gut vermarktet und auch Und das ist so der touristische Hotspot neben Pratislava und neben Koschitze in der Slowakei.

00:31:29: Die Hot Hatra ist auf jeden Fall auch ein Besuch wert, man sollte die mal gesehen haben weil sie kommt so aus der Ebene heraus also ringsd herum ist alles flach und dann kommen diese Granitspitzen daraus.

00:31:38: Das schaut schon super aus!

00:31:41: Und auch die Täler, die so hoch sind.

00:31:43: zu den Berglücken kann man super schöne Touren machen aber es ist halt eine relativ kleines Gebirge.

00:31:49: Wir haben viele nicht so auf dem Schirm.

00:31:52: Die Hohe Tatra ist vom Hauptkammer nur sechsundzwanzig Kilometer lang, das war etwas über zwei tausend sechsund Meter hoch.

00:31:59: aber dadurch hat es sehr kompakten Charakter.

00:32:01: und wenn man jetzt im Juli in der Augustin der hohen Tatra isst da wird ihr schon sehr sehr voll weil natürlich auch viele Polen von der anderen Seite rüber kommen die traditionell die Hohe Tattra besuchen im Sommer wenn sie fern sind.

00:32:14: also die Fähn sind immer so Juli-August Für die Tschechen das Gleiche, für die Polen.

00:32:19: Für die Slowaken und für die Ungarn auch.

00:32:21: Und dann ist die Hohe Tatra schon voll.

00:32:23: Das ist natürlich ein kleines Gebiet für einen riesigen Entzugsbereich

00:32:27: bei euch?

00:32:27: Ja so kann man sagen.

00:32:32: Also wenn man das Gebirge besuchen möchte, dann lieber vorher oder nachher.

00:32:35: also der Herbst ist eine fantastische Zeit dafür denn es ist wesentlich leerer und dann kann man den Charakter richtig genießen.

00:32:43: aber aus meiner persönlichen Sicht jetzt Auch mit der Erfahrung, die ich hier bin.

00:32:49: Die anderen Gebirge sind mindestens genauso schön.

00:32:55: Mir persönlich gefallen andere Gebirger auch noch besser.

00:32:58: Ich will nennen die Niedere Tatra.

00:33:01: Die hat eine Hauptkammenlänge von hundert Kilometern wie vorhin schon erwähnt ist knapp zweitausend Meter hoch und ist viel viel leerer hat riesengroße langgezogene Täler mit ursprünglichen Wäldern, teilweise Urwälder.

00:33:16: Und man hat da mehr das Gefühl dass man so abseits von allen ist.

00:33:20: und die Nieder-Tatra ist im oberen Bereich sehr frei über der Baumgrenze und dadurch dass sie in der Mitte vom Land ist hast du natürlich an Döllnblick in den Süden runter.

00:33:32: schaust du bis nach Ungarn Den Norden siehst Du die Hohe Tatra Du kannst bis nach Polen, bis an die tschechische Grenze schauen und so weiter.

00:33:40: Und man muss sich das so vorstellen dass die niedere Tatra weil sie in der Mitte vom Land liegt wie so eine Wirbelsäule ist vom Land.

00:33:47: An die niedrige Tatra schließt sich eigentlich jedes andere Gebirge an also auch die große Fatra wo wir unterwegs sind bei der Wanderreise.

00:33:55: Die kleine Fatra ist ein bisschen weiternotlich.

00:33:58: Das sind GebirGE.

00:33:59: die haben andere Gesteinsarten Also die haben mehr Kalkestein.

00:34:04: Die Nieder- und Hoher Tatra ist mehr Granitgestein.

00:34:07: Und sind dadurch gekennzeichnet, dass es Nationalpark sind mit schönen Mischwäldern oben, fantastische Bergwiesen.

00:34:16: Tolle Tierwelt!

00:34:17: Dann gibt das noch das lovakische Paradies, das ist so ein großes Plateau was bewaldet ist und durchzogen ist von sehr vielen Schluchten.

00:34:26: Durch diese Schluchte kann man aufsteigen.

00:34:27: über Steige hat mein toller Wasserfälle eine Wahnsinnsvegetation Und da liegen eine der artenreichsten Bergwiesen weltweit im slovakischen Paradies, weil die Kombination von Gestein, Deine Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung ist da besonders ideal.

00:34:46: Mein Lieblingsgebiet ist so ein bisschen mit neben der niederen Tatra und großen Vatra auch das Unesco Biosphärenreservat Polana.

00:34:55: Das ist ein altes Vulkangebiet was überwachsend ist mit Urwäldern.

00:35:02: Es klingt jetzt vielleicht ein bisschen empathisch zu sehr, aber jeder Gast merkt es auch.

00:35:09: Wenn wir dadurch die Wälder wandern das sind uralte Wälden und da merkst du dass das mit dir irgendetwas macht.

00:35:18: also die Luft ist anders die Geräusche sind anders die visuellen Eindrücke sind anders.

00:35:23: man sieht Wirklich mehrere hundert Jahre alte Bäume, die noch lebendig sind.

00:35:28: Man sieht ganz junge Bäume und man sieht verrottete Bäume.

00:35:31: Und man sieht wie das ganze Ökosystem funktioniert.

00:35:35: Das macht was mit den Leuten.

00:35:37: Jeder sagt immer wow Marco!

00:35:38: Das ist ja Wahnsinn.

00:35:39: Solche Wälder haben wir noch nie gesehen.

00:35:43: Und das Besondere an der Slovakia ist du hast alles auf einem relativ kompakten Raum.

00:35:49: Man kann zwar nicht sagen ich fahre jetzt morgen fahre ich dahin, übermorgen fahrei ich dahinn.

00:35:55: Das ist dann schon ein bisschen Fahrzeit aber man hat es trotzdem sehr kompakt beieinander.

00:36:00: diese verschiedene Naturräume und das ist so ein bisschen die Spezialität und so die Klische auf der Sahne alles nicht großartig besiedelt ist.

00:36:13: Also man hat zwar nette kleine Dörfer überall, die Leute sind super gastfreundlich, freuen sich wenn sie merken da kommt eine Gruppe von Österreichern oder Deutschen dann musst du stehen bleiben.

00:36:21: Du musst mit denen reden und wollen dir erzählen ob man da war, ob man schon gewesen ist und nicht selten kriegst du mal einen kleinen Schnaps oder so oder irgendwas was Sie gerade gekocht haben.

00:36:35: das ist halt das Unverfälschte auch noch weil noch nicht den Massentourismus überall hat.

00:36:41: Geht schon so als Geheimtipp noch durch, oder?

00:36:43: Also dass man sagt da ist wirklich also zumindest von westlichen oder deutschen österreichischen Besucherinnen.

00:36:53: Ja, alles was von der Hohen Tatra weggeht sag ich mal ist wirklich nur ein Geheim-Tipp.

00:36:59: aber man darf sich auch nicht so vorstellen das wenn du jetzt in die Dörfer gehst dass die Dörfer irgendwie rückständig wirken, gar nicht.

00:37:06: Also die Häuser sind gepflegt und die Straßen neu asphaltiert.

00:37:10: Es gibt überall fast überall fünf G-Internet.

00:37:15: Jedes Dorf hat noch so den kleinen Lebensmittelladen, hat seine eigene Kneipe, hat seinen Kindergarten meistens auch die Grundschule von der ersten bis zur vierten Klasse.

00:37:24: Und also die Dürfer leben noch.

00:37:28: Die Leute staunen oft das einerseits man das überhaupt nicht kennt andereseits die doch sehr fortschrittlich sind und viele Sachen haben, die man in anderen westlichen Ländern, wo das gar nicht so selbstverständlich ist.

00:37:43: Also ich spreche jetzt gerade vom Internet weil da, wo ich in Deutschland herkomme ursprünglich, da haben die beiden Probleme mit dem Internet also mit mir empfangen und das ist hier überhaupt nicht so.

00:37:56: Ich weiß, wovon du sprichst.

00:37:57: Wir bei Weltweit Wandern in Graz einer dreihunderttausend Einwohnerstadt haben jahrelang am schnelles Internet gekämpft weil wir in der Coronazeitsumkonferenzen sind.

00:38:08: Haben gesagt bitte steigt es alle aus?

00:38:10: Wir können keine Summkonferenz machen weil unsere Bandbreite so schrecklich war.

00:38:15: also das ist wirklich und dann merke ich irgendwo in Nepal oder bei euch gibt's ein besseres Internet wie bei uns ja und auch Deutschland so wie du sagst von Kollegen, dass nicht überall selbstverständlich ist.

00:38:28: Ja das ist erstaunlich!

00:38:30: Also du meinst so quasi, dass dieser das erleben wir in Österreich ja auch?

00:38:35: Ist eine große Diskussion, dass eben die Ortsgebiete veröden, das Geschäfte zumachen, dass die Post und das Guasthaus unter Kaufladen absiedeln, dass das in der Slowakei noch nicht so ist und dass die Orte noch lebendiger sind.

00:38:50: kann man das so sagen?

00:38:54: Es gibt da ein ganz simples Beispiel.

00:38:58: Wir gehen ja oft eigentlich immer während den Wanderungen so am Ende zum Essen, ne?

00:39:04: Also wir gehen in einen Café oder in einem Restaurant... Egal wo, ne, in irgendeinem Dorf.

00:39:10: und es ist so dass in jedem Dorf oder jedes Restaurant eigentlich immer offen hat von früh um zehn bis abends achtzehn, neunzehntzwanzig Uhr.

00:39:21: wenn's in größeren Orten sind dann haben die Restaurants bis zwanzig Uhr offen.

00:39:25: oder die Kneipen und du kriegst überall warmes Essen, durchgehend.

00:39:30: Und das ist immer so ein Wow-Effekt oder so einen AHA-EFFekt für viele Gäste.

00:39:34: wo sagen mein Gott bei uns dann schließen die Kneippen, da schliessen die Restaurantes.

00:39:40: Hier

00:39:40: gehört es noch zur Kultur der Slowake Wilders also der foltert das, er braucht.

00:39:47: Das ist ein Teil der slovakischen Identität auch, dass die sich treffen.

00:39:51: Dass sie miteinander reden und das Gleiche setzt sich dann fort.

00:39:56: mit diesen kleinen Konsum sagt man hier oder Lebensmittelgeschäften.

00:40:00: Du hast in wirklich jedem kleinem Dorf... Ich wohle in einem Dorf, wir haben fünfhundert Einwohner.

00:40:06: Wir haben zwei Lebensmittel Geschäfte.

00:40:08: Die haben Montag bis Sonntag geöffnet Und am Sonntags von um sieben früh bis abends achtzehn Uhr.

00:40:15: Und da kriegst du halt ein frisches Brot.

00:40:16: Du kriegste deinen Kartoffeln, deine Eier, deine Wurst, dein Käse was du brauchst auch alles andere und das sind Sachen die wichtig sind weil du triffst dich halt auch in diesen Geschäften und redest miteinander und dadurch bleiben dir die Dörfer auch am Leben erhalten.

00:40:36: und die Grundschulen

00:40:37: Wir haben bei uns im Ort, da haben wir noch eine Grundschule.

00:40:40: Es trägt natürlich dazu beides, dass wir auch dann Kinder haben in dem Ort und das ist bei uns nicht nur so sondern das würde ich sagen in fast jedem Dorf so.

00:40:50: Natürlich gibt es einige Regionen wo die Entwicklung rückläufig ist.

00:40:56: Das will ich nicht sagen aber das ist eher wenig.

00:40:59: Und ich kann mich erinnern als ich in die Slowakei gekommen bin vor fünfzehnzig Jahren und dann wirklich hier auch gelebt habe, ich war so begeistert von den vielen Kindern.

00:41:11: Also wie jung die Bevölkerung ist und alle waren unterwegs in den Bergen also vom kleinen Baby bis zum Kreisenalter jeder war wandern oder es immer noch wandern weil das ist Volksspot Nummer eins in der Slowakei.

00:41:25: ja und das hast du halt überall gesehen, überall gab's junge Leute, überall gabs Kinder Die haben dich auch gegrüßt, du konntest die was fragen.

00:41:34: Die haben dir geantwortet und das machtes Dorfleben halt so schön, ne?

00:41:40: Es gab einen Einbruch nach Corona muss man sagen.

00:41:42: also nach Corona merkt man vom zwei Monaten ist die neue Statistik rausgekommen dass die Geburtenraten jetzt rückläufig sind.

00:41:52: aber jungen Familien mit zwei Kindern hier zu sehen Keine Ausnahme, das war eigentlich die Realität.

00:41:59: Das war das Normale.

00:42:02: Ihr lebt es auch auf meinen Reisen?

00:42:05: dass quasi im ehemaligen Osten schon so teilweise auch Aufbruchstimmung ist, eben das es mehr Kinder gibt.

00:42:13: Dass die Leute oft nach vorn schauen bei all den Problemen, die es natürlich gibt und holpriggen politischen Situationen.

00:42:21: Aber sozusagen geht es nach vorne oder es geht aufwärts, man hat Hoffnung und viele Entwicklungen, die bei uns auf der Bedeckte sind riesige Supermarktketten vor Kleinstätten, die dann die Zentren aussaugen sind bei euch scheinbar noch nicht so da oder sind sozusagen noch intakter was echt spannend ist zu sehen im Vergleich.

00:42:47: Wir sind jetzt gerade in der Phase wo wir beides haben also dreizig Kilometer von mir entfernt.

00:42:55: Da gibt es eine Stadt das ist Banskabistvica.

00:42:58: Das ist eine ebenalige Bergbaustadt, hat neunzigtausend Einwohner.

00:43:01: Relativ groß das auch eine Universitätsstadt also tolle Stadt Also viele junge Leute durch die Uni und so.

00:43:07: Und natürlich hast du in diesen Städten Da hast Du die großen Supermarketten Die sind alle da Auch die Einkaufshäuser und so.

00:43:14: und die Shoppingcenter, die sind auch da.

00:43:16: Es ist wie bei euch in Österreich oder wie in Deutschland, da gibt es kein Unterschied.

00:43:20: Aber trotzdem

00:43:21: haben wir in den Dörfern noch diese Infrastruktur.

00:43:25: Wir kämpfen dafür, dass das so bleibt.

00:43:28: Also dass es auch in den Dörfern erhalten wird.

00:43:30: was die Zukunft bringt weiß ich jetzt nicht aber Ich kenne den Slowaken jetzt glaube ich ziemlich gut und Ich kriege das ja auch mit bei meinen Freunden in der Familie, beim Branden.

00:43:43: Die setzen sich eigentlich alle dafür ein dass das auch bleibt.

00:43:47: also bei den Gemeindeversammlungen im Dorf dann es sind solche Sachen ja auch ein Thema und man versucht dann dass die Schulen weiter erhalten bleiben also eben Dorfen dass man nirgends waren das hinfahren muss und ich da eine wirkliche Entwicklung in diese Richtung, dass man das regionale weiter behält aber auch fördert und stärkt.

00:44:07: Dass es nicht ins Aussterben kommt im Vergleich zu dem anderen.

00:44:12: Die Entwicklung ist auf jeden Fall auch da.

00:44:13: mal sehen wie es ausgeht, ja?

00:44:15: Ja, aber es ist ganz spannend dass er ein bisschen über der Grenze und schon ist quasi wir anderer Entwicklungsstatus und vielleicht können sie aber Fehler die wir gemacht haben dann nicht wiederholen und das besser machen.

00:44:30: Jedes Land hat so sein eigenes Entwicklungstemper.

00:44:35: Stichwort noch zum Bergtourismus, weil du sagst viele Leute sind unterwegs.

00:44:41: Wandern ist auch bei den Slowaken in.

00:44:44: Ich merke es ja auch auf der anderen Seite der Grenze dass ich war jetzt gerade auf einer Berghütte.

00:44:48: am Wochenende haben wir einen Gang geredet und da waren natürlich sind ganz viele Tschechen und auch Slowaken merken man natürlich immer mehr das die auch in Alpen kommen zu unseren Gatschern Ausbildungen machen.

00:45:03: die Bergrettung hat da einen Kurs gemacht auf der Berghütte, da waren weniger Österreicherinnen und Deutsche als Leute aus dem Osten weil die natürlich berggehen wollen.

00:45:13: Und jetzt auch über die Grenzen kommen, Bohlen kommen.

00:45:17: also wir sind nicht mehr nur vorher war es die Dachregion bei Italien an Franzosen und jetzt quasi merkt man einfach da gibt noch Berge Berg Lustige und bergbegeisterte Völker von Slowakei über Tschechen bis Bohlen, die da jetzt auch mitmischen.

00:45:34: Das finde ich total spannend!

00:45:36: Und das sollte man sich einfach mehr begegnen und austauschen.

00:45:39: Das beginnt Gott sei Dank, dass wir uns auch gegenseitig besuchen.

00:45:44: Also einen großen Boom hat es gegeben vor Corona.

00:45:47: Einige Jahre vor Corona haben wir gemerkt, dass sehr viele aus dem westlichen Teil von Europa kommen Also jetzt nicht nur Österreicher oder Südtiroler, Schweizer sondern auch Spanier auf Franzosen und Skandinavier.

00:46:03: Und dann gab es ja wieder eine Delle mit Corona klar.

00:46:08: Aber sobald Corona vorbei war merken wir das in den letzten Jahren.

00:46:12: Wir haben extremen Zulauf an neuen Gästen in der Slowakei also aus Ländern die vor nicht so vertreten waren Sehr sehr viele Österreicher, die mittlerweile jetzt kommen und sagen Mensch es ist wirklich unser Nachbarland.

00:46:30: Und wir wissen nicht viel drüber und ich hänge mich so ein bisschen aus dem Fenster, die da gewesen sind, die ich jetzt kenne zum großen Teil, die kommen auch wieder.

00:46:40: also wir haben da sehr sehr viele Stammgäste, die sagen okay wir haben jetzt das und dass gesehen.

00:46:44: nächstes Jahr schauen wir uns das und das an und also das merken wir schon.

00:46:49: andererseits wird ihr natürlich auch merken dass immer mehr Slowaken, Polen und Schächen zu euch kommen.

00:46:55: Weil auch da fällt so ein bisschen die Barrikade.

00:47:00: Und auch bei uns ist es so das die Preise natürlich über die Jahre auch ein bisschen gestiegen sind.

00:47:05: also nicht mal nur im Billigland weil deswegen die Leute kommen sondern mittlerweile sind viele Unterkunftsleistungen gleich wie in Österreich.

00:47:16: Also wenn man jetzt den Komfort nimmt aber auch die Preiser Und von daher kommen jetzt auch viele Slowaken, Polen und Tschechen immer mehr in die Alpen.

00:47:26: Ich merke es noch bei meinem Freundeskreis.

00:47:28: Da wird er sicherlich davon profitieren.

00:47:30: Da bin ich im Felsenfest davon überzeugt.

00:47:33: Die Slowakens sind natürlich auch ... die sind ein Berg-Sportvolk.

00:47:36: Man hat das nicht auf dem Schirm aber sie sind fit also können Höhenmeter laufen, die können Strecke laufen.

00:47:44: Sie wissen sich den Hütten zurechtzufinden Die sind gut, die sind wirklich gut.

00:47:48: Man sieht das auch an den Sportläden bei uns.

00:47:51: also man kriegt hier... du kriegst jede Markt zu kaufen.

00:47:55: Also bei den Berg-Sport Ausrüstern jeder ausrüstung da fehlt's ja nix.

00:48:00: Ja, ja spannend und wie gesagt es ist auch in der Zeit jetzt endlich.

00:48:04: Es haben ja schon Jahrzehnte vergangen seit Eis am Vorhang aber wie lang es nachwirkt.

00:48:09: Aber da kommt jetzt einiges in Bewegung.

00:48:12: Du, was wir noch nachliefern müssen?

00:48:14: Wir sind bei der Lage der Slowakei ein bisschen in der Geschichte dann gelandet.

00:48:21: Wo liegt es und wie groß ist sie?

00:48:23: Ich glaube das haben wir nicht gesagt oder?

00:48:25: Da sind wir dann abgeschwenkt zur Geschichte.

00:48:28: Liefern wir's noch nach bitte!

00:48:31: Also die Slowakeis ist ungefähr die Hälfte von Österreich kann man sagen.

00:48:36: Es sind neunvierzigtausend Quadratkilometer Kurs.

00:48:38: Hauptstadt ist Pratislava, hat so knapp fünfhunderttausend Einwohner.

00:48:42: Insgesamt haben die Slowaken fünfkomma vier Millionen und Einwohner und die verteilen sich eigentlich auf die zehn zwölf größten Städte.

00:48:53: Pratislavas ist die größte Stadt.

00:48:54: danach kommt Koshitz im Osten drüben Und dann kommen die anderen städte, die so um die achtzig bis hundert hundertzehntausend Einwonner liegen.

00:49:05: und ja dadurch hat man Eine Verteilung der Leute hauptsächlich in die Städte.

00:49:11: Und auf dem Land hat man kleine Dörfer und so Städten um fünf bis zehn Tausend Einwohner, also es ist dann nicht sehr zur Siedel des Landes.

00:49:23: Wenn man das einordnen will geografisch kann man eigentlich sagen, dass die Pratislava liegt ungefähr eine Stunde von Wien entfernt in östliche Richtung ganz nahe Und das ist der westliche Nachbar, dann die nördlichen Nachbarn.

00:49:39: Das wären dann die Tschechen und die Polen im Ostentrüm, die Ukraine und dann im Süden unten schließt sich Umgang an.

00:49:48: Und so nahe, ja furchtbar.

00:49:51: Über die Gebirge haben wir schon ein bisschen geredet, gehen wir doch.

00:49:54: Wir haben ja gesagt, wir wollen jetzt halt die volle Welt der Wandernwerbung machen.

00:49:58: aber es ist ja doch interessant wie man Reise gemeinsam konzipiert.

00:50:02: Gehen wir die vielleicht ein bissel durch?

00:50:04: Was sind denn so die Highlights?

00:50:07: Ich lese da, kann ich ein bissel vor... quasi Spoilern, Schafweiden und da gibt es sicher auch einen guten Käse.

00:50:16: Was sind die Besonderheiten und Begegnungen?

00:50:18: Die Hütte, die du so verbunden bist mit dem als scherper Erzählerbisschen.

00:50:25: Ja also die Reise, die wir mit euch zusammen konzipiert haben.

00:50:29: Die zeigt eigentlich schon relativ viel denn man muss sich vorstellen... ...die Reise fängt ja in Wien an.

00:50:35: Also am Hauptbahnhof treffen wir uns und wir kommen damit so kleinen Minibussen und dann holen wir die Gäste am Wiener Hauptbahnhof ab.

00:50:43: Und dann fährt man ja aus Wien heraus, rüber nach Pratislava über die neue Autobahn was Wien und Pratislava verbindet und von Pratisolava ausgeht es nochmal so knappe zwei Stunden in die Mitte vom Land also quasi direkt in die niedere Tatra einen Hochtal.

00:51:00: das nennt sich Donovali.

00:51:02: das liegt auf knapp tausend Metern So eine Schnittstelle zwischen der großen Phatra und der niederen Tatra.

00:51:10: Da stoßen die beiden Gebirge aufeinander, und Donovali ist eine ehemalige Kühlersiedlung.

00:51:15: Die wurde übrigens von Tirolern gegründet weil sie da oben das Holz geschlagen haben für die Bergwerke unten.

00:51:23: Und ja, da oben liegt das Hotel.

00:51:26: Das Hotel Encian ist ein nettes kleines Familiengefühl des Berghotels.

00:51:30: Die Lucia ist eine Slovakin die so alt wie ich, ein paar Jahre jünger spricht perfektes Deutsch mit einem kleinen slovakischen Akzent und sie ist wie so ein Wirbelwind in dem Hotel.

00:51:43: also die sind wir da.

00:51:43: wenn wir dann ankommen dann begrüßt ihr uns dann redet ihr mit jedem fragt jeden nachem Namen die redet manchmal zu viel als zu wenig aber das ist eigentlich gut.

00:51:55: Ja, das ist super und dann fängt sie meistens an so ein paar slovakische Wetter mit den Leuten zu trainieren.

00:52:01: Aber was ich sagen wollte ist die erste Strecke.

00:52:04: wenn man von Wien dann herüberfährt das sind so dreieinhalb Stunden bis in die niedere Tatra da sieht man schon wie also viel vom Land.

00:52:13: man sieht die Hauptstadt wir fahren ja direkt dadurch auch durch die Altstadt über die Donau drüber.

00:52:18: Dann sieht man die Burg und dann fährt man so ein bisschen durch die ungarische Tiefebene.

00:52:22: Und da kommen schon die ersten Fragen, wo sind die Berge hier?

00:52:26: Da sage ich, wartet noch eine halbe Stunde!

00:52:28: Dann fangen sie an und dann geht das so langsam los.

00:52:30: Und dann sieht man so die ersten südlichen Gebirge.

00:52:33: Man fährt an der Stadt Wohn vorbei, dann durch Banska-Bistritze diese ehemalige Bergbaustadt, die wirklich wunderschön liegt weil es ist so eingerammt von vier Gebirgen... ...und dann geht's nur nach oben nach Donovali.

00:52:45: Allein auf dieser Fahrt sieht man schon die Vielfalt und oft, ich immer ist es so dass die Leute schon überrascht sind wie modern auch die Autobahnen sind.

00:52:58: Wie modern die Tankstellen sind.

00:52:59: und dann ist der erste Wow-Effekt da.

00:53:02: Dann am Abend essen wir natürlich und dann am ersten Wandertag machen wir eine Tour rund um Donnevali über diese Wiesen also Bergwesen, wo wir den Schäfer auch treffen.

00:53:15: Der da oben unterwegs ist mit seinen Schafen und das ganze Gebiet beweidet und die Slowakei muss man ja auch sagen ist ein reines Schafskäseland.

00:53:25: Den Käse aus Kuhmilch, den man hier bekommt der war er nicht so vertreten.

00:53:32: Es gab fast ausschließlich nur Schafskäse und der Kuhkäse kommt erst zu den letzten Jahren so ein bisschen mehr in Mode.

00:53:39: aber Was man sieht sind halt wirklich fast ausschließlich Schafshärten, die werden wir besuchen.

00:53:44: Wir wären während dieser Reise auch den Schafskäse verkostet und da gibt es verschiedene Formen wie man den ist.

00:53:51: Es gibt so eine Art Streichform dann geräucherten, dann so ein Art Mozzarella Und jeder wirklich jeder der sagt euch kennt Schafs Käse und das dann probiert er sagt ne den kenne ich nicht.

00:54:04: Und slowakischer Schafskäse ist wirklich etwas ganz anderes als zum Beispiel griechischer oder von anderen Ländern.

00:54:12: Das haben wir bei dieser Woche dabei, das ist eigentlich so jeden Tag dass man das sieht weil die Schafweiden sind überall.

00:54:20: den Käse kriegt man überall zu kaufen auch im Hotel beim Essen, da haben wir ihn dabei beim Abendessen beim Frühstück und dann arbeitet der

00:54:29: Käse

00:54:29: Immer unterschiedlich, immer unterschiedlich.

00:54:31: Also jeder Haushalt macht den Käse auch anders und dann arbeiten wir uns quasi so jeden Tag vor in ein anderes Gebiet.

00:54:43: Wir sind wandermäßig in der niederen Tatra unterwegs, in der großen Fatra also Niederen Tatra auch da wo die Hütte ist, wo ich als Träger unterwegs bin, wir sind im Polanergebiet unterwegs Wo die Urwälder sind und dann kommen wir zum Ende zur Malafatra.

00:55:05: Was vom Gebirge her, dann wieder noch mal komplett was anderes ist weil die Malafatra heißt kleine Fatra also Malas klein.

00:55:13: Denkt man das es ein kleines Gebirg ist aber höher als die große Fatra Weil die große Vater ist flächenmäßig größer, aber die Malafatra ist halt höher von den Gipfeln her.

00:55:24: Und das ist eher so.

00:55:25: ein schroffes Kalkgebirge mit schönen Klammen und schönen Schluchten.

00:55:30: Auch eine sehr lange Tradition in der Schaffskäseverarbeitung.

00:55:36: Aus der Malafatta kommt auch der slovakische Nationalheld der Räuber Januszig, also dieser Freiheitskämpfer.

00:55:43: Was gibt es über den zu erzählen?

00:55:45: Kenne ich gar nicht!

00:55:46: Ist er wie der

00:55:47: Hotsenplatz?!

00:55:48: Ja so, man muss sich so vorstellen.

00:55:52: das war also jetzt ein bisschen naiv oder gesprochen.

00:55:56: Das ist ein echter Mensch gewesen.

00:55:59: also der hat gelebt bis keine Sagenfigur.

00:56:01: Historisch, ja.

00:56:02: Historischer gab es den wirklich und er hat sich mit seiner Räuberbande als Wegelagere an gewisse Handelsrouten in der Malafatra, also in der kleinen Fatra im Norden der Slowakei positioniert und hat dann reiche Handelsreisende das Geld oder die Ware abgenommen.

00:56:23: Und hat sie dann verteilt an die Leute, die Hunger geleitet haben in den Dürfern usw.

00:56:28: Und den hat man gefasst.

00:56:31: Also der war natürlich der Oprigkeits ein donner im Auge Und den hat man dann in der Stadt Liptovsky-Mikulaš, im Norden der Slovakia.

00:56:38: Am Liptovsgestau hat man ihn hingerichtet und er hat gelebt von sechzehnhundert achten achtzig bis siebzehnt hundertdreizehn.

00:56:46: also das ist auch gar nicht so alt geworden.

00:56:49: und da oben in der Malafatra in dem Ort Tärköva wo her kommt dass auch ein großes Denkmal von dem und da erfahren wir halt viel über die Geschichte von ihm.

00:56:58: Also eher Robin Hood als Hotsenplatz.

00:57:00: So, so

00:57:01: Robin Hood würde ich eher sagen ja.

00:57:03: Ein

00:57:03: Räuber mit sozialer Ada weil der die anderen unterstützt.

00:57:06: halt auch spannend.

00:57:08: Wow!

00:57:09: Ja und du bist da dabei quasi oder bei der Reise?

00:57:13: Du begleitest die Gruppe.

00:57:15: Genau also bei eurem Termin mache ich die Reise oder mein Kollege Daniel das ist er wir beiden machen den.

00:57:22: Der spricht auf Deutsch

00:57:24: Perfekt.

00:57:25: Daniel ist ein ehemaliger Deutschlehrer

00:57:27: und

00:57:29: selbst ich als Deutscher, das ist jetzt... Ich schäme mich das zu sehr nach Hause.

00:57:34: so!

00:57:35: Ich als Deutsche werde vom Daniel verbessert wenn es um Kramatik oder so geht weil der ist wirklich perfekt.

00:57:42: Und der Daniel hat so einen Febel für dass er wirklich sehr gut die religiösen Zusammenhänge auch darzustellen Weil in der Slowakei gibt's extrem viele Kirchen katholisch, evangelisch im Osten dann die orthodoxen und da die Kirchen sind auch wenn es nur kleine Kapellen sind.

00:58:02: Die sind eine Wucht, die muss man sich anschauen und der Daniel kann halt auch sehr gut die Details dazu erklären zu den Fresken und zu den Altaren usw.

00:58:13: Und vielleicht dem Zusammenhang noch zu erwähnen weil das sehen wir bei dieser Reise eigentlich schon auf der Fahrt von Wien zum ersten Quartier.

00:58:21: Die Slowakei ist eines der Länder weltweit, welches die höchste Dichte an Burgen hat.

00:58:30: Es gibt extrem viele Burgen in der Slowokei und die ziehen sich immer entlang dieser Handelswege weil das waren immer so eine Art Zollstationen.

00:58:39: Das sehen wir während dieser Reise auch sehr viel und erfahren dadurch halt auch viel wieder über diese historischen Zusammenhänge wo die Handels Wege lang gegangen sind usw.. Und in Zukunft wird das wahrscheinlich dann auch die Emily mitmachen.

00:58:55: Also wir drei sind für diese Reise eigentlich zuständig.

00:58:57: Von der man den.

00:58:58: vorbereitung ist ja wichtig, wenn jetzt so viele Gruppen vom Weltort wandern kommen müssen wir aufrüsten oder?

00:59:04: So ist es!

00:59:04: Nach dem Modcast dann... Gehen wir uns ein paar praktische Dinge.

00:59:12: Was essen, haben wir ein bisschen gesprochen aber außer Schafkäse.

00:59:17: Ich spring jetzt sofort zum Bier weil das war als Student von meinem Fahrrad dort.

00:59:21: Das ist mir aufgefallen.

00:59:22: diese vielen kleinen Brauereien von einem Bier dass wenig Kohlensäure hatte also so ganz viele kleine Brauerei wo es überall anderes Bier gab.

00:59:35: die Tradition gibt's natürlich oder?

00:59:37: Es gibt ja

00:59:38: Bierliebhaber, aber beim Wandern schmeckt es schon vielen sehr gut.

00:59:42: Bier ist nicht schlecht bei Wandern!

00:59:46: Wir haben eine gute Biertradition, es gibt gute Power rein und da ist vielleicht so ein praktischer Tipp wenn man in den Restaurant geht siehst du draußen halt oft die Bierkarte weil für die Slowaken ist es wichtig auch welches Bier in dem Restaurant ausgeschenkt wird.

01:00:02: und dann siehst Du das steht immer Der Biername mehrmals da und dahinter steht zehn Prozent, zwölf Prozent, vierzehn, sechzehn.

01:00:10: Das ist aber nicht der Alkoholgehalt sondern der Anteil der Stammwürze.

01:00:16: Und danach trinkt der Slowake sein Bier also so ein zehnprozentiges Bier das so erleichtes Bier.

01:00:22: Zwölf prozentens hat schon bisschen mehr Würze und das findest du in der Slowakai überall.

01:00:27: Also das ist nie Alkowohlgehalt, sondern immer den Anteil.

01:00:33: Hast du richtig gesagt, das ist ein wichtiger Punkt in der Slowakei?

01:00:37: Wird viele getrunken.

01:00:38: Aber ich würde sogar sagen, dass Wein den gleichen Stellenwert hat.

01:00:45: Denn gleich bei Pratislava, wenn man aus dem so nördlich herausgeht aus Pratislava fangen die kleinen Karpaten an und die haben auch den zweiten Namen Wein-Karpaten, nennen sie sich Das größte Weihnambaugebiet des Landes.

01:01:01: Und die Slowaken produzieren fantastische Weiner.

01:01:04: Die sind nur im Ausland nicht so bekannt, weil die Menge nicht so groß ist, sondern sie legen wirklich mal Wert auf die Qualität und die Menge reicht so für den heimischen Markt aber jetzt nicht unbedingt für den Export aus.

01:01:17: Da wo wir während der Woche wandern in Süden bei Banskar-Stjärvnica das sind auch noch fantastische Weinerbaugebiete mit Rebsorten, die man im Auslands gar nicht kennt.

01:01:27: Also man sollte der Slovakai auch immer, wenn man einen Weinliebhaber ist nach Wein fragen.

01:01:32: und egal ob jetzt weiß, russier oder rot da gibt es X verschiedene Weine.

01:01:37: Und die slovakischen Weine kann ich jedem empfehlen.

01:01:39: Die schmecken fantastisch.

01:01:41: Da gibt's ja vielfältige Entdeckungsmöglichkeiten oder?

01:01:44: Also war mir überhaupt nicht klar!

01:01:46: Die Weine werden sozusagen bevor sie über die Grenze gehen schon ausgetrunken quasi.

01:01:51: Da kommt gar nichts mehr raus dann.

01:01:53: Weil sie so gut sind vielleicht.

01:01:56: Wow, aber ich bin jetzt

01:01:58: zu schnell aufs flüssige Nahrung gegangen.

01:02:02: Vom Schafkäse tut mir leid, weil das Bier war irgendwie im Kopf noch von meiner Reise.

01:02:07: Aber es gibt natürlich auch so Schafkäs nach anderen Speisen oder?

01:02:12: Klar!

01:02:13: Also ich fange mal an mit den Vorspeisen.

01:02:16: die Slowaken haben als Vorspeise eigentlich immer eine Suppe.

01:02:22: Also du kriegst eine große Suppenvielfalt und an jedem Menü findest Du eine eigene Karte für Suppen.

01:02:27: Und das sind nie Hauptgerichte, sondern wir sind immer als Vorspeisen gedacht!

01:02:32: In anderen Ländern gibt es die Salate als Vorspeisen und bei uns sind das halt wirklich die Suppen.

01:02:37: Oder wenn die Schafskäse-Saison ist von Mai bis September, dann hat es natürlich auch viele kalte Vorspeise meistens in Form von dem Schafskäse.

01:02:47: Die Suppen sind Knoblauchsuppen, Hühnersuppe, Rinderbrühen, Linsensuppen... Dann gibt's auch Schafkäsesuppen.

01:02:54: also die Suppenfielfalt ist riesig empfehle ich auch jeden, also probiert auf jeden Fall diese Suppen vorne weg.

01:03:03: Auf den Hütten ist es oft gut.

01:03:05: wenn man jetzt noch nicht so einen großen Hunger hat kann man auch immer eine Suppe zwischendurch nehmen und die kriegst du das ganze Jahr über Und dann als Hauptspeisen ist es so.

01:03:13: Jetzt kommt ja immer mehr auch in.

01:03:16: Also das vegan oder das vegetarische Das wird immer öfters nachgefragt, hat ja auch total seine Berechtigung.

01:03:22: Da isst man eigentlich in der Slowakei eigentlich auch gut aufgehoben weil Es gibt wirklich viele vegetarischer und mittlerweile auch vegane Gerichte, aber schon immer aus der Geschichte auch schon heraus.

01:03:35: Weil das wurde nicht immer nur alles mit Fleisch gegessen.

01:03:37: Und wenn man in die Fleischgerichte geht dann hat man hauptsächlich Geflügel Das ist dann der Drutan, das Hohen Und das ist man sehr, sehr viel.

01:03:48: Also Geflügel ... Danach kommt Schwein, danach kommt Rind.

01:03:52: und es lohnt sich aber auch in der Slowakei immer zu fragen zum Beispiel nach Fisch.

01:03:56: Wir haben ja viele Flüsse.

01:03:58: Die Forelle wird sehr gut gemacht.

01:04:00: Es gibt auch Spezialitäten wo man z.B.

01:04:03: den Karpfen ganz anders anrichtet als man das in anderen Ländern kennt.

01:04:07: Also die Küche ist sehr vielfältig und ist auf jeden Fall angelehnt oder so ein sehr guter Mix aus Eure österreichischen Küche aus der Ungarischen, da sind sehr viele Einflüsse mit dran aber auch grundsätzlich so aus dem slavischen Bereich.

01:04:23: Man hat zum Beispiel auch gefüllte Pirocken also die sind mit Fleisch mit Kräutern oder mit Käse gefüllt.

01:04:31: Die Teigtaschen genau.

01:04:32: Und dann, wie du schon erwähnt hast die Paracinken

01:04:36: und

01:04:37: dann die Strude.

01:04:38: Es gibt sehr, sehr gute Desserts des Slovakischen Nationalgerichts was immer genannt wird.

01:04:44: das sind die Brinn sowie Haruski.

01:04:47: Das ist so eine Art Spätzle.

01:04:49: Die werden aber aus Kartoffelteig gemacht und werden mit frischem Schafskäse vermischt und obendrüber kommt zu zerlassener Speck ... ein tolles Gericht, aber auch sehr mächtig.

01:04:58: Und so ist die Küche doch sehr reichhaltig ja?

01:05:02: Wow!

01:05:02: Nur läuft schon ein bisschen das Wasser im Mund zusammen.

01:05:07: Ja man muss auch sagen dass... Die Küche ist für den Slowaken wie die Berge wichtig.

01:05:11: Alles geht durch die Küchen und durch den Magen.

01:05:14: Wenn du irgendwo bist bei Freunden bekannten oder auch nur bei zufälligen Bekanntschaften,... Du wirst eigentlich sehr häufig eingeladen, also auf den Essen was sie gerade machen.

01:05:28: Oder wenn man jemanden eine andere Wanderngruppe oder Slowakische Wanderer auf dem Wanderweg triffst und du machst ne Pause mit denen.

01:05:34: die werden ja immer mit dir etwas teilen.

01:05:37: Sei es ein Schnaps sei ist denn ihr Käse, sei es in ihrer hausgemachte Wurst was noch...was man bei uns ja noch sehr viel macht.

01:05:43: Also mein Schlacht hat noch sehr sehr viel selber Und das wird dann geteilt.

01:05:47: und da kann ich so eine nette Sache erzählen wir waren genau bei eurer Bei der Tour, die auch bei euch in der Reise mit dabei ist.

01:05:56: Da waren wir mal unterwegs und kurz vorm Ende der Tour gab es ein großes Gewitter.

01:06:00: Und wirklich ein Mordsgewitter.

01:06:01: Ich musste schnell irgendwo einen Unterschlupf suchen.

01:06:04: Ich wusste ... ich hab von Weiten gehört Motorsegen im Wald.

01:06:08: Das sind Forsterweiter.

01:06:09: Und ich wusste da eine Hütte.

01:06:11: Und dann haben sie ihr Zeug drin stehen.

01:06:12: Dann habe ich gesagt, pass auf!

01:06:13: Lass uns dahin gehen zu den Jungs, die da die Bäume schlagen.

01:06:17: Und da können wir uns unterstellen.

01:06:19: Und die haben natürlich auch Pause gemacht, weil es hat stark geregnet und war gewittert.

01:06:23: Die haben ein Gulasch gekocht und das habe ich noch nie wieder gesehen so etwas.

01:06:30: Wir sind da hinterher als Wandergruppe gefragt können wir bei euch mit reinkommen?

01:06:33: Damit wir nicht nass werden.

01:06:34: Ja komm setz dich dazu!

01:06:35: Wir haben Gulaschs wenn was übrig.

01:06:36: Da haben sie den Gulaschen auch an unsere Gäste verteilt.

01:06:40: aber das Tolle war.

01:06:42: Ich habe dann gesehen, auf der einen Seite der Hütte saßen die Gäste von uns, also Österreich und Deutsche.

01:06:47: Und auf der anderen Seite saßen sie Slowaken, also die Forstarbeiter.

01:06:52: Die Melodie und die Lautstärke wurde immer höher.

01:06:55: Bis ich da mitgekriegt hab, da ging ja mal auch so eine Flasche rum, ne?

01:06:59: Mit hausgemachten Schnaps von den Forstarbeitern.

01:07:03: Das Witzige nachher war ... Ja, die Forsterbei hatten genug getrunken aus diesem selbstgespannten aber unsere Gästen auch Und die haben Deutsch geredet und die Slowaken haben Slowakisch gerede, aber irgendwie haben sie sich alle verstanden.

01:07:17: Das war so ein obskures Bild und so lustig war das.

01:07:20: Und das ist typisch Slowakische halt eigentlich.

01:07:23: Die sind immer offen, laden dich immer ein und helfen dir auch und da kommst du dann in die Gelegenheit man sagt ja domaze Produkte also hausgemachte Produkte

01:07:35: und

01:07:35: dann zu probieren.

01:07:37: Weil das sind oft Produkte, die kriegst du in anderen Ländern nicht mehr weil es wird ja selten in anderen Länder noch Zuhause wirklich Tee gemacht, Marmeladen gemacht In dieser Vielfalt Käse, Wurst oder was auch immer.

01:07:49: Das haben die Slovakien eigentlich immer dabei.

01:07:51: Ja

01:07:52: Wow!

01:07:52: Und es ist auch schön, wir sind ja in kleinen Gruppen unterwegs vier bis maximal vierzehn Leute Kommt halt, was ist ans Achtleut und da kann man sie schon auf einem Tisch von einem größeren Haus dann dazusetzen oder passt irgendwie rein.

01:08:07: Und das sind solche persönlichen Begegnungen glaube ich gut möglich.

01:08:11: dann einfach wo man sich und es wandern ist natürlich ein gutes Vehikel quasi wenn's regnet ist mal zusammen im gleichen sozusagen Boot oder in der gleichen Schutzhütte und dann rückt man zusammen und dann gibt's einen Austausch.

01:08:25: das finde ich... Das schätze immer erst nicht an den Gruppen an diesen Kleinen, wo es so persönlich wird.

01:08:31: Da kommst

01:08:31: du zusammen?

01:08:32: Ja.

01:08:33: Wie ist das mit der Verständigung?

01:08:35: Also du kannst ja als Dollmatcher sein, geht's mit Englisch.

01:08:39: gut wie ich wisse und weil oft ist in Osteuropa war sehr früher noch die haben eher russisch gelernt in der Schule.

01:08:46: aber die neue Generationen, wie läuft sie denn da mit Verständigen?

01:08:49: Du sagst manchmal auch Deutsch?

01:08:52: Also Englisch ist natürlich die Hauptsprache Nummer eins, Hauptfremdsprache.

01:08:56: Aber die zweite Sprache ist schon Deutsch und meine Frau ist selber Deutschlehrerin.

01:09:00: der Daniel also ein Kollege von mir ist ja früher auch Deutschleher gewesen.

01:09:04: Und Deutsch ist die zweitwichtigste Sprache, die unterrichtet wird.

01:09:07: es glaube ich kein weiter.

01:09:09: Und das Gymnasium meiner Frau haben jedes Jahr immer noch einen guten Zulauf an Schülerinnen, die Deutsch lernen wollen und du kommst eigentlich auch mit Deutsch Erstaunlich weit, weil jetzt ja auch das Deutsche war fast neunhundert Jahre lang in der Slowakei die zweite Sprache durch die Bergarbeiterzeit.

01:09:31: Also es wurden ja viele Leute hierher angeworben aus Österreich, aus dem Augsburgerland in Deutschland und aus dem Erzgebirge die hier dann die Gruppen vorangetrieben haben.

01:09:43: Und dadurch hat sich Deutsch als zweite Sprache eigentlich etabliert und ist erst in den letzten Jahren von Englisch abgelöst worden, also man kommt Verständungsprobleme hat man nicht.

01:09:55: Man kommt mit Englischen mit Deutsch gut durch

01:09:56: Ja, das sind gut.

01:09:57: Also kann man quasi dann selbst erkunden und braucht gar nicht immer den Guide, wenn wir mit den Leuten zusammenkommen will.

01:10:05: Das klingt ja sehr offen und gastfreundlich!

01:10:08: Das wollte ich eh noch dazusagen.

01:10:09: Das ist also meine Erfahrung.

01:10:12: gerade in Regionen wo nicht so viele Gäste kommen, ist mir auch interessant.

01:10:19: Und deswegen ein großes Schautout, eine große Empfehlung Reisen zu machen, wo nicht so viele Leute schon hingefahren sind.

01:10:30: Weil es dort eigentlich immer zauberhaft ist wenn man so herzlich empfangen wird oft.

01:10:35: Ist mir ja im Kopf und was sehe ich?

01:10:38: Wo fahren wir hin über ein längeres Wochenende Städtereise da landet man Barcelona oder Venedig oder Paris.

01:10:46: Aber es ist viel spannender neue Regionen zu besuchen, wo dann die Leute, wo man einen Exotik-Touch selber als Besucher hat interessant ist und dadurch super in Kontakt kommt.

01:10:57: Das ist mir immer wieder... wenn man so quasi aus der Komfortzone rausgeht, die üblichen Reiserouten verlässt, dann ist es immer so ein Wow weil man so aufgenommen wird, weil man interessant ist auch noch Also schnell hinfahren, bevor dann noch mehr Leute kommen und sagen dann vielleicht dazu mit einem Augenzwinkern.

01:11:17: Ja das ist richtig ich merke es ja selber auch als Guide.

01:11:22: für mich ist es viel einfacher wenn ich sehe dass die leute so wirklich ankommen und runterkommen Und nicht den Stress haben.

01:11:33: Weil hier ist es zum Beispiel so Dass Es geht alles noch ruhiger zu weil die Leute halt noch nicht so viel Tourismus haben, also die Einheimischen.

01:11:43: Und dann kommst du halt schneller in Gespräche, du kommst auch schneller in tieferen Gesprächen und vor allem als Gast kommst Du auch viel besser das ist meine Erfahrung an weil alles ein bisschen ruhiger abläuft und dadurch du vom ganzen Körper von Gedanken her viel schneller drin bist und auch viel ruhiger drin bist ja und kannst es dann viel intensiver erleben Und hast du natürlich auch echte Erlebnisse.

01:12:09: Es ist ja immer spannend, nicht kommen tut man schon wegen den touristischen Highlights, wegen einer tollen Landschaft.

01:12:15: aber oft sind es dann irgendeiner Gespräche mit jemandem wo man was erfährt oder bei einer Mutter- oder Frau in der Küche zu sehen die Kochtöpfe zu erleben.

01:12:27: solche Dinge sind etwas was dann ganz lang wirkt quasi so Begegnungen bewegende

01:12:33: Stimmt Klar, man legt gewisse Schwerpunkte auf die Highlights.

01:12:36: Auf die Höhepunkte, die man überall

01:12:37: sieht oder

01:12:39: muss sein und die willst du mitnehmen das ist auch richtig.

01:12:42: also gut so.

01:12:43: aber dass ich glaube das echte Erlebnis was auch bleibt sind daher so diese kleinen Sachen die Du auf der Reise am Wegesrand hast diese Begegnung mit den Einheimischen das tolle Restaurant wo halt nur einheimische sind wo nicht viele Touristen sind Dass du mit einem Scher versprechen kannst, den du eigentlich überhaupt nicht verstehst.

01:13:02: Aber trotzdem siehst was der da macht und der dir ein Bier gibt oder einen Schnaps oder lässt sich von seinem Käse kosten.

01:13:09: Das sind so Sachen wo man hat dann einfach so Zeit sage ich dafür.

01:13:13: Die Zeit heutzutage ist ja auch schnell oft aber da geht die Zeit halt langsamer und dadurch erlebst du das intensiver.

01:13:19: Voll spannend!

01:13:21: Du lieber Marco, wir wollen ja nicht nur das Blau vom Himmel schwärmen, dein schönes Heimatland.

01:13:28: Was gibt es für Herausforderungen in der Slowakei?

01:13:31: Was begegnet man da?

01:13:33: Ja also die Herausforderung aktuell liegen ein bisschen so auf der Hand weil einerseits ist es die Politik und andererseits ist der Ukrainekrieg zwei ganz klar bestimmte Themen Und während der Wanderreise sprechen wir oft darüber, weil der Ukraine-Krieg geht ja jetzt schon ein paar Jahre und das hat auch dazu geführt dass natürlich auch in der Politik es da drüber Verwerfungen gibt.

01:14:00: Also diese zwei Sachen sind das wo in der Slowakei natürlich nicht angenehm ist.

01:14:07: also wir sind mit der politischen Lage in der slowakei ich glaube die meisten Slowaken nicht zufrieden.

01:14:14: Wir haben jetzt keine Bressalien oder sowas, das kann man nicht sagen.

01:14:19: Man hat Pressefreiheit und man kann sagen was man will dass es passt alles aber man hat in der Sauberkeit das Gefühl dass die Politik nicht vorankommt weil sie mehr mit innerparteilichen Querelen zu tun hatten.

01:14:30: also sie streiten sich und durch das Streiten kommt nichts voran.

01:14:34: Und ich sag's immer so bei den Wanderreisen Das sind aufgeschlossene Leute die reißen in andere Länder Die hören dann auch Meinungen von anderen Menschen aus anderen Ländern, weil klar jedes Land hat eine andere Sichtweise auf ein bestimmte Sache.

01:14:51: Und wenn man sich zuhört und fein miteinander redet und die Sachen einfach ganz normal beredelt bespricht dann kommt man ja oft viel weiter als wenn man sie streitet.

01:15:03: Das haben wir bei uns aktuell in der Politik.

01:15:04: das ist nicht so angenehm für uns.

01:15:09: also da hoffen wir aber dass es deine Besserung gibt.

01:15:11: Und das Zweite ist natürlich der Ukraine-Krieg.

01:15:14: Wir sind davon nicht betroffen in der Slowakei, also im Sinne von dass wir Auswirkungen spüren abgesehen von den Flüchtlingen oder von den Ukrainern die jetzt bei uns hier leben und arbeiten.

01:15:24: Das kam... Es ist sogar was Positives weil es sind viele Ukraine zu uns gekommen die jetzt ja auch arbeiten, das ist vielleicht ein Unterschied was ich sagen kann noch zu anderen Ländern denn als der Ukraine Krieg angefangen hat haben wir persönlich bei uns in der Hütte Frauen und Kinder aufgenommen, also die haben von uns kostenlos die Unterkunft bekommen.

01:15:47: Also die Hütte zur Verfügung gestellt bekommen.

01:15:49: wir haben den Sachen gegeben was sie brauchten das waren am Anfang Frauen und Kindern die gekommen sind.

01:15:55: dann haben wir den geholfen bei den administrativen Gängen was sie machen mussten.

01:15:59: Die Kinder mussten zum Beispiel zum Arzt und die Frauen auch wenn alles in Ordnung war dann wurden relativ schnellen die Schulen geschickt sofort integriert, das ist super gewesen.

01:16:12: Weil die Kinder hatten dann wieder normales Leben, ne?

01:16:15: Haben dann auch die slovakische Sprache gelernt und waren im Alltag integrierte Und die Frauen haben auch sofort eine Arbeit bekommen.

01:16:24: also wir brauchen ja auch Arbeitskräfte und Dadurch war es natürlich für die frauen auch gut dass sie wussten die kinder sind in der Schule, die sind gut versorgt Die Frauen haben arbeit konnten sich selber Geld verdienen und da haben wir ja, die ukrainischen Flüchtlinge unterstützt.

01:16:41: Und jetzt ist es so dass wir im slovakischen Alltag eigentlich fast nur Ukrainer hier haben, die auch hier arbeiten oder zur Schule gehen.

01:16:51: Ist das von der Kultur, davon der Sprache einfach leichter als in Österreich oder Deutschland?

01:16:56: Ja ich glaube schon weil das Slovakische ist eine slavische Sprache wie das ukrainische auch und dadurch haben sie natürlich einfacher das auch dann zu lernen.

01:17:05: Und was ich aber merke hier im Vergleich jetzt zu der Region in Deutschland, wo ich herkomme.

01:17:09: Dadurch dass die Leute integriert sind und dass sie wirklich arbeiten und dass die Kinder an die Schule gehen ist das ein ganz anderes Leben für die nun auch für uns mit denen zusammen und da gibt es das Problem nicht.

01:17:21: Aber natürlich man will, dass der Krieg aufhört, dass das zu Ende geht drüben.

01:17:27: Das ist so eine Sache, die wird immer gespräch bleiben solange bis der Krieg zu Ende ist und wahrscheinlich auch da drüber hinaus.

01:17:38: Das ist ja das Spannende am Reisen in so einer kleinen Gruppe, dass man dann einfach viel mitkriegt quasi also nicht nur von der alten Geschichte und der K&K-Zeit sondern auch die Herausforderungen heutzutage bei euch.

01:17:51: Also das ist natürlich ein Teil jeder Reise nicht nur alte Gemäuer anzuschauen, sondern wie geht es den Leuten jetzt?

01:18:00: Ja das hast du gut gesagt weil einerseits sieht man die Geschichte Und wenn man dann in dem Land selber ist, im aktuellen Geschehen versteht man auch besser das aktuelle Geschehn und kann oft aus den geschichtlichen Hintergründen oder den aktuellen Gegebenheiten vor Ort viel besser gewisse Sachen verstehen als wenn man theoretisch darüber spricht.

01:18:24: Dann kann man es auch besser einordnen und ich glaube die Lösungsfindung ist am Ende auch besser.

01:18:31: Parallelen und Unterschiede hat einer erlebt auf seiner Reise.

01:18:36: Zurück zum Praktischen, so zum Abschluss.

01:18:39: Was sind so seine Tipps?

01:18:41: Was soll man mitnehmen?

01:18:42: Also du sagst kontinentales Klima also im Sommer je nach Höhenlage von heiß bis kalt sage ich jetzt mal aus dem Bauch raus oder was ist die beste Reisezeit?

01:18:59: Ich fange mal bei der Ausrüstung an.

01:19:00: Also jeder, der kommt zu uns, der sollte wirklich die komplette Ausrüstellung dabei haben weil du brauchst... Du kannst halt mit der kurzen Hose wandern und mit dem T-Shirt im Juni, Juli, August bis in den September hinein.

01:19:13: aber durch das kontinentale Klima ist es halt so dass es nachts wirklich oder wenn die Sonne weggeht dann auch abkühlt.

01:19:19: Die Nächte sind oft klar, die Temperaturen gehen nach unten ist gerade im Sommer sehr schön, weil du natürlich auch viel besser schläfst.

01:19:26: Also die Nächte sind angenehm kühlen und nicht überhitzt.

01:19:30: Tagsüber klettern die Temperaturen aber dann doch auf für zwanzig fünf mit zwanzich dreißig Grad.

01:19:35: Und deswegen brauchst also da kannst du mit leichten Sachen unterwegs sein Aber du brauchst halt schon was warmes zum Überziehen.

01:19:42: Du brauchst noch mal die Regenjacke, ne?

01:19:44: Weil grade in August es so eine stärkere Gewitterneihung, die wir haben von den Wanderschuhen her in guten Wanderschuh nicht zu schwer, nicht zu steif aber einfach einen guten Schuh mit einer guten Profilsäule und da bist du schon gut dabei.

01:20:00: Also Wandausrüstung wirklich komplett.

01:20:02: die beste Jahreszeit ist meiner Ansicht nach das ist so der Mai bis Anfang Juli weil Je nach Höhenlage fängt das da alles an, grün zu werden und zu blühen.

01:20:15: Und in der Vatra oder den Niederantatra die Bergwiesen sind im Juni und Anfang Juli – das ist ein Wahnsinn!

01:20:22: Das ist ein Traum ne?

01:20:24: Und dadurch dass wir so viele Mischwälder haben wirklich auf großen großen Flächen ist natürlich dann der September bis in den Oktober sogar bis Ende Oktober.

01:20:34: super weil dann ist die Laubfärbung da und das ist in der Slowakei ein echtes Highlight.

01:20:40: Und durch das Kontinentalklima haben wir den Vorteil, wir haben eine relativ lange Saison.

01:20:45: Also du kannst die Termine zum Wandern der Slowakei wirklich bis Ende Oktober legen.

01:20:49: Da hast du noch ein stabiles klare Sonniges Wetter.

01:20:52: natürlich ist es schon ein bisschen kälter aber zum wandern eigentlich ideal

01:20:57: und man hat sehr gern ruhiger.

01:20:59: also du hast gesagt im Sommer sind dann für einheimische oder Nachbarländer unterwegs

01:21:06: in der hohen Tatra.

01:21:10: Du merkst zwar, dass es im ganzen Land dann voller wird aber man darf sich das nie so vorstellen, dass jetzt die niedere Tatraule oder die Vatra, dass sie im Juli-August überfüllt sind gar nicht.

01:21:21: Das trifft wirklich nur auf die Hohe Tatra zu.

01:21:23: Okay

01:21:23: und das ist ganz im Norden an der Grenze quasi dann zu

01:21:27: Polen?

01:21:29: Wow spannend Marco.

01:21:30: da haben wir jetzt viele Dinge, die auch mir neu waren.

01:21:34: Ich hoffe auch unsere Zuhörerinnen.

01:21:37: hast du noch ein paar?

01:21:38: so was du uns zum Abschluss mitgeben möchtest?

01:21:43: So außer kommt es in mein Land eine Geschichte, eine Anekdote, ein Erlebnis.

01:21:51: Ja also klar kommt in meinen Land.

01:21:53: ich freue mich nicht wenn ihr in der Slowakal kommt und wenn ich euch treffe oder meine Kollegen euch das zeigen können würde ich sicher hundertprozentig gut gefallen.

01:22:04: Aber was ich so mitgeben möchte eigentlich, ich weiß gar nicht ob es eine Anekdote vielleicht ist.

01:22:11: Wer wäre falsch?

01:22:13: Geht raus in die Welt schaut euch genau solche Reisen an, die in kleinen Gruppen organisiert sind, die im Gebiet führen, die wirklich auch mal abseits der Höhepunkte liegen und ich glaube gerade in der Zeit die wir heute haben, die ein bisschen durcheinander so schnell ist, so wild ist das ein wichtiger Punkt, dass man solche Reisen unternimmt.

01:22:35: Damit man das Verständnis für andere Völker, für andere Charaktere und für andere Menschen bekommt.

01:22:42: Sei es politisch aber sei auch für die Natur was mir wichtig ist.

01:22:46: Man hört immer überall Nachhaltigkeit.

01:22:47: aber ich glaube wenn man Länder jetzt wie die Slowakei oder auch andere Länder bereist die Nachhaltlichkeit eigentlich schon immer leben ohne dass es das Wort gegeben hat dann kriegt man ein echtes Verständnes dafür.

01:22:59: also das wäre so meine was ich so mitgeben würde.

01:23:03: Reist, guckt euch die Länder an Abseits der Massenströme.

01:23:10: Leute reißt dann wird das Verständnis größer und dann kriegen wir da auch viele gute Sachen glaube ich für die Zukunft hin.

01:23:17: Lieber Marco du hast ja jetzt im Schloss ein kleines Türchen geöffnet dass sehr wichtig ist.

01:23:21: Stichwort Nachhaltigkeit Reisen ja ganz bequem mit dem Bus von Wien an, wo man super mit dem Zug hinkommen kann.

01:23:31: Weil es so nahe ist.

01:23:32: aber was ist noch unter dem Thema Nachhaltigkeit zu sagen bei der Slovakia über dieser Reise?

01:23:42: Ja und bei der Reise jetzt speziell ist das natürlich so dass wir in den Unterkünften wohnen.

01:23:47: die Einheimischen gehören also ein regionaler Unterkunft sind keine Ketten.

01:23:53: Verpflegung in den Unterkünften erfolgt so, dass es ausschließlich regionale Sachen sind.

01:24:00: Also vom Bäcker von Brot über die Wurst und Fleisch waren.

01:24:07: Das wird alles direkt regional produziert da gibt's keine Ausnahme Und das sind so vielleicht die wichtigsten Standards.

01:24:16: Dann beide Unterkünfte werden mit ausschließlich grüner Energie versorgt, also das Encian Hotel aber auch dann die Unterkunft in der kleinen Vatra.

01:24:28: Während den Wandertagen machen wir das so dass gering wie möglich halten, also dass wir entweder öffentliche Verkehrsmittel nehmen oder wir fahren wieder mit unseren Busen die dann gut ausgelastet sind.

01:24:42: Die Transferstrecken nicht zu lang sind.

01:24:44: Also auch das Routing der Erwanderungen ist doch ziemlich durchdacht gelegt.

01:24:52: Dann natürlich ihr unterstützt oder jeder Gast unterstützt dann auch die Bergküte, wo ich als Träger arbeite.

01:24:59: Weil da oben werden wir auch was vorkonsumieren und das trägt natürlich für Nachhaltigkeit indirekt bei weil... Wir bringen das Zeug mit unseren Beinen da hoch, ne?

01:25:09: Mit unserer Muskelkraft und nicht mit anderen Sachen.

01:25:12: Also man unterstützt euer Fitness-Training quasi durch ihr Konsum.

01:25:16: Genau!

01:25:17: Ihr bezahlt unserem Fitnessbeitrag

01:25:18: ja genau.

01:25:21: Das ist das Ihr auch indirekt.

01:25:25: jetzt ihr weltweit wandern unterstützen da muss ich mich ja auch dafür bedanken ist wir spenden jedes Jahr also unsere argentur zwei prozent vom gesamten gewinn den wir machen pro jahr an nachhaltige Projekte.

01:25:40: Und zum Beispiel letztes Jahr gegen unser Gewinn, diese zwei Prozent gingen in die Erhaltung unserer Wälder und Wiesen um unsere Berge herum.

01:25:49: Denn wir haben da eine Eigenverantwortung.

01:25:53: doch ziemlich viele Hektare an Bergwiesen und Wälden die wir pflegen, also wir sammeln zum Beispiel den Müll da ein.

01:26:00: Wir achten darauf dass sie gemäht werden.

01:26:04: Wir lassen die Schafe drüber laufen aber nicht so das es zu viel wird.

01:26:09: Also wir achten einfach auf den Erhalt der Landschaft und dadurch unterstützt ihr uns ja quasi auch damit weil ihr schickt uns Gäste und wir unseren Gewinn.

01:26:19: zwei Prozent ziehen wir jedes Jahr ab und man kann das auch nachvollziehen.

01:26:22: dann gibt zur Zertifikate Weil wir wollen einfach A. die Natur erhalten, wir wollen eher Flächen erhalten so wie sie sind und nicht als Bauland ausweisen oder dass Sie als bauland ausgewiesen werden.

01:26:36: Das sind so Sachen und mir persönlich ist so ein Anliegen das ich den Leuten auch während der Reise immer so ein bisschen erzähle wie sie ihre Ausrüstung so verbessern können, dass sie viele Jahre hält, dass individuell zusammenstellbar ist, also dass man nicht viele Sachen kaufen muss und das man eigentlich mit weniger Sachen viel weiter kommt.

01:26:57: Dass die auch länger halten was dann natürlich ja auch ein nachhaltig Aspekt ist.

01:27:03: Lieber reparieren lieber vernünftig kaufen was dann aber länger hält.

01:27:07: Gute

01:27:07: Qualität!

01:27:07: Überall

01:27:08: gibt es Trinkwasser in der Slowakei also man muss keinen Plastikflaschen kaufen.

01:27:14: Ja das sind so die Sachen wo wir einen direkten Einfluss haben

01:27:19: Geht ganz schön in die Tiefe, ja?

01:27:21: Man merkt und macht sich da viele Gedanken oder wir gemeinsam.

01:27:24: Ja, wow cool!

01:27:26: Wie gemeinsam noch?

01:27:28: Vielen lieben Dank lieber Marco für diese persönlichen Eindrücke das du uns mitgenommen hast in deine Wahlheimat.

01:27:35: Ja wow danke dass du unser Gast warst.

01:27:39: Sehr gerne jederzeit wieder und ich freue mich dann Aufs nächste Mal, wenn wir noch wegen, glaube ich sprechen.

01:27:44: Ja das müssen wir ja schon antiesern!

01:27:46: Wir müssen an Termin ausmachen weil der Marco ist viel beschäftigt und muss sagen natürlich auch aber wir werden schon zusammenkommen und dann treffen wir uns zu einer Folge über Norwegen.

01:27:57: Dann machen wir jetzt schon Werbung.

01:27:59: Danke.

01:28:00: Alles klar danke dir Christian und alles Gute für euch.

01:28:04: Ja, danke.

01:28:06: Danke auch dir, liebe Hörerinnen!

01:28:08: Dass du uns bis jetzt akustisch gefolgt hast.

01:28:11: und wenn du Lust bekommen hast die Slowakei zu entdecken dann schau einfach auf unsere Webseite www.wandern.com.

01:28:20: Es gibt nur eine Reise, die findet man dann schon.

01:28:25: Neun Tage durch spektakuläre Gebirge und vor allem ist eben die tolle bequeme Anreise Bewegenden Begegnungen, da haben wir jetzt einiges erfahren von Marco.

01:28:38: Ja, wenn dir dieser Podcast gefallen hat freue ich mich natürlich total über eine gute Bewertung auf deiner Plattform.

01:28:45: Wo du uns jetzt gerade hörst, kostet nichts aber bringt total viel, dass wir mehr Leute erreichen.

01:28:51: Abonnier den Podcast damit du die nächste Folge nicht verpasst und dann freu' ich mich schon sehr, dass du uns vielleicht in zwei Wochen wieder besuchst bei Weltat Wandern dein Podcast übers Wander Reisen und bewegende Begegnungen.

01:29:06: Bis zum nächsten Mal, dein Christian Lade!

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