#28 - Souvenirs & Geschenke: Fairer Handel und nachhaltiges Reisen mit Andreas

Shownotes

Authentische Handwerkskunst oder China-Massenware? Christian spricht mit Andreas Reiter, seinem langjährigen Bergkameraden und Betreiber des Fair-Trade-Shops "Chic Ethic" in Graz. Beide sind Architekten, die ihre Leidenschaft für nachhaltiges Handeln zum Beruf gemacht haben - Christian mit nachhaltigem Reisen, Andreas mit fairem Handel. Ein Gespräch über die Kraft bewusster Kaufentscheidungen und authentische Reiseerlebnisse.

🗣️ Mit dabei:

Christian: Fasziniert von der globalen Verflechtung zwischen Reisen und fairem Handel Andreas: Architekt, Bergsteiger und Fair-Trade-Experte, betreibt mit seiner französischen Frau Helene den Shop "Chic Ethic"

🏺 Souvenirs zwischen Authentizität und Massenware: China-Falle: Geflochtene Körbe bis Töpferwaren - wahnsinnig viele "lokale" Souvenirs stammen aus chinesischer Massenproduktion Handwerkskunst erkennen: Nicht perfekte Stücke, landestypische Materialien und Techniken, direkte Produktionsbeobachtung Murano-Modell: Ideales Beispiel für lebendige Handwerkstradition mit Touristen, die Glasmachern zusehen und vor Ort kaufen Babusch-Beispiel: Marrakesch-Erfahrung zeigt Ausbeutungskette - gleiche Schuhe von 3€ (Produzent) bis 15€ (Tourist)

💡 Fünf Tipps für bewusstes Souvenir-Shopping: Kein Zeitdruck: Nicht gestresst Last-Minute einkaufen, nicht vom Verkäufer unter Druck setzen lassen Vorab informieren: Landestypische Materialien und Techniken recherchieren Direktkauf: Bei Produzenten kaufen, wo man Herstellungsprozess sieht Nachfragen: Offen und freundlich nach Herstellungsweise fragen Weniger ist mehr: Lieber ein hochwertiges, authentisches Stück als viele billige Massenartikel

🌍 Parallelen: Nachhaltiger Tourismus und Fairer Handel: Gemeinsame Philosophie: Schutz der Schwächsten in der Kette, Hilfe zur Selbsthilfe Win-Win-Situationen: Kleine Wandergruppen in lokalen Familienunternehmen mit regionaler Küche Living Wage: 10 Prinzipien des Fairen Handels - von gerechtem Lohn bis Arbeitsrechten Kulturbewahrung: Jahrhundertealtes Handwerkswissen vor dem Verschwinden bewahren

🏪 Chic Ethic - Schönes und Ethisches verbinden: Entstehungsgeschichte: Von Architektur-Weltladen-Beratung zum eigenen Fair-Trade-Shop 2009 Wortspiel-Name: "Chic" (französisch für Eleganz) und "Ethik" - Schönheit muss in Würde hergestellt sein Qualität first: Bio und fair als Zusatznutzen, nie Kompromiss bei der Produktqualität Globale Verantwortung: Unrecht bleibt Unrecht, egal ob nebenan oder weit entfernt

🔍 Authentizität erkennen: Handwerk-Merkmale: Unregelmäßigkeiten zeigen Handarbeit, Holzschnitzereien meist authentisch Regionale Spezialisierung: Nepal (Lokta-Papier, Filzprodukte), Marokko (Metallverarbeitung, Webwaren) Seriöse Quellen: NGOs wie Craft Link (Hanoi), Sasha (Kalkutta), Global Mamas (Ghana) Verdächtige Signale: Zu billige Preise, Massenware an Touristenorten

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📌 Links & Infos: 💬 Fragen oder Feedback? Schreib uns an: podcast@weltweitwandern.com 🛍️ Chic Ethic Fair-Trade-Shop: www.chic-ethic.at (Tummelplatz, Graz) 🌍 Weltweitwandern-Reisen: www.weltweitwandern.com 📖 Kostenloses Wander-E-Book: Tipps & Tricks im Magazin auf der Website www.weltweitwandern.com

Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).

Transkript anzeigen

00:00:02: Das... Das Beste wäre natürlich, wenn man dort was kauft, was direkt produziert wird.

00:00:07: Weil viele halt eher Massentourismus bevorzugen oder es gibt da nicht so viele Kunden, die eben Fairtrade einkaufen, aber es sind durchaus einige und der Hebel ist dann wieder gewaltig.

00:00:18: Die Erde ist so klein geworden, mit den Möglichkeiten zu reisen.

00:00:22: Es ist einfach nettwurscht, wie die Person in Ghana oder in Vietnam oder in Äthiopien lebt und arbeitet.

00:00:28: Souvenirs, Souvenirs, fairer Handel und nachhaltiges Reisen.

00:00:33: Mit Andreas.

00:00:34: Heute haben wir eine ganz besondere Folge für dich.

00:00:37: Wir widmen uns dem Thema, dass uns seit Beginn unserer Firmengründung beschäftigt, die positive Kraft des nachhaltigen Tourismus und des fairen Handels.

00:00:47: Wie beeinflussen unsere Reisen und unsere Kaufentscheidungen, das Leben von Menschen in verschiedensten Teilen der Welt?

00:00:55: Welchen Unterschied macht es, ob wir authentische handgefertigte Produkte erwerben oder industriell gefertigte Massen waren?

00:01:03: aus China.

00:01:05: Ich bin oft wirklich schockiert, wenn ich merke, wie wahnsinnig viel lokaltypische Souvenirs weltweit in Wirklichkeit aus China stammen.

00:01:14: All diese Kühlschrankmagnete, dort ist es relativ klar, aber es geht auch hin zu geflochtenen Kurben bis zu anscheinend komplett authentischen Pfeppverwahntekstilien.

00:01:26: und vielen anderen mehr.

00:01:28: Ich habe da heute einen Spezialisten für dieses Thema eingeladen, den Andreas Reiter, einen langjährigen Freund und auch Bergkamerad, mit dem ich schon viele Skitouren und Bergabenteuer erlebt habe.

00:01:40: Andreas ist aber nicht nur ein Bergsportler, sondern er betreibt gemeinsam mit seiner Frau Helen, die aus Frankreich stammt, wie der Name schon sagt, den wunderbaren Fair Trade Shop Chic Ethique am Grazer Dummelplatz im Zentrum unserer Stadt.

00:01:55: Dort vertreiben sie fergehandelte Waren, Mode, Einrichtungsartikel und Assisvar aus aller Welt.

00:02:03: Aber genug der vorbereiteten Worte.

00:02:06: Jetzt einfach recht herzlich willkommen.

00:02:08: Hallo Andreas.

00:02:09: Ja, hallo Christian.

00:02:10: Danke für die Einladung.

00:02:11: Ja, hallo.

00:02:12: Ja, magst du dich vielleicht zu Beginn des Podcasts unseren Hörerinnen kurz vorstellen bitte.

00:02:18: Ja, viel hast du schon gesagt.

00:02:21: Wir kennen uns vom Bergsteigen, dem Superbergtouren schon zusammen gemacht, wir kennen uns schon lange auch von der Architektur, obwohl du ein bisschen älter bist, sicher, wir sind bei der Architektur schon über den Weg laufen.

00:02:32: Und sonst komme ich einerseits aus der Architektur, also vom Design und von der Ästhetik und vom Planen her, aber andererseits bin ich schon sehr lange mit dem fairen Handel verbunden.

00:02:42: seit meiner Teenager-Zeit eigentlich.

00:02:44: Ich bin der Kratzer und den Kratzer in die Schulgangen und da hat mein Religionslehrer mich damals zum fernen Handel gebracht.

00:02:51: Da arbeitet man dann ehrenamtlich mit in Weltläden oder so?

00:02:55: Genau,

00:02:55: am Anfang ehrenamtlich in Weltläden, da war ich auch in Graz-Ottmann und dann durch den Beruf haben wir dann mit den Welt in Garde, in Österreich und in Deutschland.

00:03:06: Und dann, das erzähl ich vielleicht später noch, dann sind wir eben zu einem eigenen schönen, großen, geschäftigen Graz gekommen.

00:03:11: Es sind einzigartig in Österreich, also das ist wirklich der größte Fahrtredscherb in Österreich und es kommen auch viele Wienerinnen und Wiener zu uns.

00:03:17: Echt so, also ich weiß, dass er riesig ist und schön ist, also das

00:03:22: Architekten-Zum.

00:03:24: Das

00:03:24: macht uns schon stolz, wenn dann sozusagen die Menschen aus der Hauptstadt, die selten in die Provinz fahren, dass die extra zu uns kommen und bei uns einzukaufen.

00:03:31: Ja, wie gesagt, jetzt haben wir uns schon über Architektur geredet.

00:03:35: auch etwas, was uns verbindet.

00:03:36: Ich bin ja auch Studierter, Architekt auf Abwägen und jetzt Reiseveranstalter und du hast dem und auch dein Frau hat, glaube ich, Architektur.

00:03:44: Ja, genau, Len hat auch Architektur studiert und wir sind Phänomene, Len und ich.

00:03:49: Ein soziologisches Phänomen sage ich immer, wir sind ein Erasmus-Bar, also das europäische Stipendium Erasmus und wir sind so ein Bar und haben auch zwei Erasmus-Kinder in die Welt gesetzt, zwei von einer Million Erasmus-Kindern inzwischen.

00:04:04: Okay, also diese Studentenaustauschprogramme oder Errassenmuster habt ihr euch kennengelernt.

00:04:11: In Barcelona.

00:04:11: In

00:04:12: Barcelona.

00:04:13: Und

00:04:13: haben eineinhalb Jahre lang spanisch miteinander gesprochen.

00:04:15: Wow, und inzwischen kann die Ellen super Deutsch.

00:04:18: Ja, klar.

00:04:19: Arbeitet hier.

00:04:20: Ich hab französisch

00:04:21: gelernt.

00:04:21: Arbeitet hier und ihr macht zusammen diesen wirklich großartigen Shop.

00:04:25: Ist fast übertrieben.

00:04:26: Das ist wirklich tolle Geschäft.

00:04:28: Ja, genau.

00:04:29: Wir werden darüber reden.

00:04:30: Ja, und wie gesagt, wir gehen dann zusammen viel Wandern, Skitouren.

00:04:34: Und da haben wir uns eben, hab ich mir gedacht, den Andreas, den möchte ich einfach interviewen, weil wir haben auch bei der Vorbesprechung gesagt, unsere Gäste, deine Kunden sind sehr ähnlich, Leute, die auf Qualität schauen und dass man es da wirklich einmal in der Tiefe auseinandersetzen mit, was ist denn authentisch, was sind echte Souvenirs oder Handwerkskunst, weil es ist ja nicht immer so einfach.

00:04:59: Genau, das ist ein super Thema.

00:05:00: Ja.

00:05:01: Bevor wir aber rein starten, möchte man dich noch ein bisschen besser kennenlernen.

00:05:05: Der Podcast soll ja auch so über die Menschen gehen, wie startest du so in deinen Tag, Andreas?

00:05:12: Ganz unterschiedlich, je nachdem, ob ich am Vordergrund gefeiert habe oder nicht, was immer selten hervorkommt.

00:05:17: Aber heute zum Beispiel war natürlich super aufgeregt, weil da der Podcast da ansteht.

00:05:22: Also ich bin aus dem Bett gesprungen, unter die Dusche, habe Zähne geburten und habe mich aufs Fahrrad geschwungen.

00:05:27: Echt?

00:05:28: Und dann habe ich etwas ganz Tolles gemacht, das darf ich fast nicht laut sagen.

00:05:31: Ich bin wie fast jeden Tag illegal mit dem Fahrrad durch den wunderschönen Grazer Stadtpark gefahren.

00:05:36: Begrüßt dort meistens meinen Lieblingsgärtner.

00:05:40: Ich fahre meinen Lieblingsbäumen vorbei und bin dann nach drei bis fünf Minuten am Dummelplatz in unserem Shop.

00:05:46: Du lebst ja quasi im Herzen von Graz in der Stadt drinnen, nicht am

00:05:50: Schadrand.

00:05:51: Genau, genau.

00:05:52: Gleich am Stadtpark.

00:05:53: Genau, und habe vor vielen Jahren das Auto durch ein Lastenrad ersetzt.

00:05:57: Also bin meistens mit einem roten Lastenrad in Graz zu sehen.

00:06:00: Ja, mit dem sind wir jetzt auch von der Vorbesprechung her geradet.

00:06:04: Genau.

00:06:05: Ja, jetzt gehen wir rein ins Thema.

00:06:08: Ich muss ja sagen, also ich bin jetzt... drei Jahrzehnten im Tourismus und erst in den letzten Jahren hat sich mein Blick noch weiter geschärft.

00:06:17: Ein österreich berühmter Schriftsteller der Elia Trojanov hat mal geschrieben, dass wie viele Souvenirs aus China stammen.

00:06:27: und dann habe ich einfach auch in unserem Herzland Marokko in Marrakesch einfach angefangen vor einigen Jahren nachzuforschen.

00:06:35: Ich habe in Läden einfach gefragt, Was ist denn da jetzt aus China?

00:06:40: Und dann war es wirklich spannend, es ist so eine Mischung gewesen.

00:06:44: Also da auf der rechten Seite diese Töpfer waren, die kommen aus Marokko und diese Textilien.

00:06:50: Und auf der linken Seite die Kühlschrankmagneten, die Flaschen und viele andere Sachen, die importieren wir natürlich aus China.

00:06:58: Und da gibt es Microsoen, ist Importeur.

00:07:03: Also das ist eine gut geschmierte Handelsbeziehung im Tourismus.

00:07:06: Und das wird immer riesiger.

00:07:09: Ja, klar.

00:07:10: Alle wollen ein Geschäft machen.

00:07:14: Ich habe das auch gesehen, wir sind auch viel unterwegs, Len und ich, also nicht nur weil wir gerne reisen, sondern auch wir fahren oft zu unseren Projektpartnerinnen.

00:07:23: Wir waren gerade in Ghana, sind also frisch zurück von einem großartigen Frauenprojekt in Ghana und man sieht natürlich überall auf den Märkten Produkte von weit her, also Massenprodukte, wie du gesagt hast, aus China, wo bei China oft schon zu dauer ist, also jetzt ist schon eher Vietnam, Cambodia, Indien auch sehr viel und es ist wirklich schwierig da, die auseinander zu halten von echten, authentischen vor Ort produzierten Handwerksprodukten.

00:07:53: Ja, es schaut wirklich, also auch beim Schmuck, oder?

00:07:56: Also du kriegst von Georgien bis Nepal, ich weiß ja, ich reiß viel und ich denke mal, das schaut alles überall ähnlich aus.

00:08:05: Das kommt aus der gleichen Quelle.

00:08:07: Genau.

00:08:07: Und ich muss sagen, vor Jahren ist es mir selber passiert, die kommen hinterm Annapurna nach Muktinat und sehe dieses wunderschön bestickte Kaschmeer-Wolltuch.

00:08:19: Das ist sofort für meine Frau als Souvenir gekauft habe.

00:08:22: Zwei Jahre später sehe ich das gleiche Tuch in der gleichen Fasson in Georgien auf dem Markt als einheimisches Produkt.

00:08:30: Und da denke ich mir, ähm, schon wieder reingefallen.

00:08:33: Genau.

00:08:33: Oder ein Klassiker sind diese Seiden Paisley-Charles.

00:08:37: Also das Paisley-Muster, die findet man auch überall.

00:08:42: Und die sind halt aus... Zu neunundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.

00:08:58: Ja, wie

00:09:04: gesagt, einerseits verstehe ich den Händler, also meistens sind sie ein Händler, die man findet.

00:09:10: Deshalb sage ich Händler, also den Händler vor Ort verstehe ich, weil der will einfach Geld machen.

00:09:15: Also den interessiert es jetzt nicht unbedingt ein authentisches Produkt von einem Handwerker vor Ort zu verkaufen, der will einfach Geld machen.

00:09:22: Und wenn das Produkt aus China billiger ist, als das beendliche oder gleiche Produkt vom Handwerker nebenan, dann nimmt er das einfach das Produkt aus China.

00:09:32: Also da geht es einfach um Geld.

00:09:36: Das ist der Punkt.

00:09:37: Und was wir auch merken in Europa, wir werden halt überschwemmt von günstiger, billiger Massenware.

00:09:44: Also das Thema stellt sich in Europa ja auch mit dem Handwerkssterben.

00:09:48: Das kennen wir also ganz viel.

00:09:49: Ja, und dafür

00:09:49: Onlinehandel, Timo und

00:09:52: Co.

00:09:53: Genau, genau.

00:09:54: Das heißt, wenn man jetzt ein Mitbringsel finden will, dass man den lieben Zuhause mitbringt vom wunderschönen Urlaubsort, dann muss man echt sehr genau hinschauen, was es wirklich ist.

00:10:06: Und da gibt es ein paar, wie ich sagen, ein paar ... Tipps vielleicht, die ich geben kann, aber es bleibt immer schwierig.

00:10:12: Ja, also ich glaube, was Isa Merck ist, also ich habe das im Fall in Marokko, dass man wirklich fragt.

00:10:19: Oft kriegt man natürlich, du sagst in Indien, sind sie besonders gut, tolle Geschichten, es ist alles nachhaltig und alles kommt nur vom glücklichen Schaf und das sind natürlich Geschichten, die oft lügen sind, sagen wir es wie es ist.

00:10:33: Aber es ist schon gut, einfach so ein bisschen zu hinterfragen und zu schauen, was gibt es vor Ort.

00:10:39: Der riesige Töpfermarkt im Oman, also unsere Geiz sind dann natürlich auch eine große Hilfe, die die Gäste beraten, wo unser Das gibt kein Töpfer im Oman, das ist alles aus Indien importierte Ware, weil das in so einem reichen Land gibt es fast kein Kunsthandwerk.

00:10:58: Also, dass man einfach fragt, Leute, ein bisschen schaut und schaut, was gibt es, oder auch ein bisschen schaut, wo gibt es einen Produzenten, oder, dass man näher an der Quelle kauft.

00:11:09: Genau.

00:11:09: Also, das wäre jetzt eher mal ein Tipp oder ein Hinweis, den ich geben kann, was sollte sich vielleicht wirklich erkundigen, was typisch ist für das Land.

00:11:19: Also welche Materialien sind typisch und welche Handwerkstraditionen gibt es in dem Land?

00:11:25: Wenn ich das rausgefunden habe, dann kann ich schon mal recht gut unterscheiden, was ist wahrscheinlich oder mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von hier und was nicht.

00:11:34: Also gerade weil du Marokko gesagt hast, Marokko ist typisch Lederverarbeitung, also diese klassischen paar Busch, die Lederbarbusch bekommt man dort.

00:11:43: dann gibt es diese wunderschönen großen Laternern, das ist auch typisch marokkanisch, Metall genau, diese Blechverarbeitung, es ist schön an ausgestanzten Sachen, das ist auch typisch marokkanisch.

00:11:55: Dann vielleicht noch die ganzen gewebten und geknüpften Teppiche auch typisch marokkanisch.

00:12:00: Da

00:12:00: anfühlen so ein Berber-Teppiche, Flachgewebe oder geknüpft.

00:12:04: Genau,

00:12:05: aber wenn ich dann irgendwas Ganz anderes finde, dann würden sich bei mir schon so große Fragezeichen im Kopf stellen.

00:12:15: Oder wenn es überraschend billig ist, ist das auch, du sagst manchmal, wenn man direkt kauft, kann es sehr günstig sein, aber zu billig ist natürlich oft, muss man Fragezeichen stellen.

00:12:26: Genau, der Preis kann natürlich auch ein Hinweis sein, ganz klar.

00:12:31: Was gibt es sonst noch?

00:12:32: Wir haben geredet, also in Marrake-Schweißig, da gibt es ein staatliches Kunsthandwerkszentrum, wo Sie garantieren, wie schaut es mit solchen Sachen aus?

00:12:44: Ja, das Beste wäre natürlich, wenn man dort was kauft, was direkt produziert

00:12:50: wird.

00:12:51: Also wenn man wirklich sieht, da ist die Werkstätte daneben und dort wird gewebt oder geknüpft oder Metall bearbeitet und dann gibt es einen kleinen Verkaufsraum.

00:12:59: Und dann kommt praktisch das Produkt direkt von der Werkstätte in den Verkaufsraum und, wie gesagt, ich kann die Werkstätte besuchen und sehe einfach, dass das da gemacht wird.

00:13:07: Also das ist die beste Variante, die sicheste Variante.

00:13:12: Oder

00:13:12: auch bei Nahrungsmitteln, oder Olivenöl, Bauer oder Wein oder Kiesel oder was auch immer, Landwirtschaft.

00:13:18: Genau, ideal.

00:13:19: Also du bist die Agriturismo in Italien, die sind natürlich super.

00:13:22: Genau,

00:13:25: genau, ja.

00:13:25: Also das ist die beste Variante.

00:13:26: Du hast angesprochen, diese Diese Stadtriche, Kooperativen

00:13:31: oder Stadtriche.

00:13:31: Das

00:13:31: ist schon eine gute Möglichkeit, da haben wir auch einige besucht, also in Tunis haben wir sowas gesehen, das sind dann so Handicraft Center, heißen die dann oft, gibt schon lange und da garantiert eine seriöse Institution, also Start oder große internationalen NGO, garantiert dann, dass diese Produkte ordentlich gemacht sind und also vor Ort gemacht sind und eine gewisse handwerkliche Tradition und Kultur präsentieren.

00:14:00: Das ist schon eine gute Variante.

00:14:02: Oder, was wir auch gesehen haben, auf unseren Reisen alte Fairtrade-Organisationen, die schon seit Jahrzehnten gibt, die meistens dann in Hauptstädten Produkte von unterschiedlichen Kooperativen verkaufen.

00:14:16: Also Klassiker

00:14:17: heißt Graf, Kraftlink heißt die Organisation in Hanoi in Vietnam.

00:14:22: Die haben Produkte von über fünfzig unterschiedlichen Volkstemmern

00:14:28: und

00:14:28: Handwerkskooperativen aus Vietnam.

00:14:30: Also Vietnam, du weißt es sicher, Christian, da gibt es ganz, ganz viele Volkstemme und auch verschiedenste Sprachen verstreut im Land und alles im Urwald.

00:14:38: Genau.

00:14:39: Und die haben dort von den unterschiedlichen Volkstemmern Kulturen dann die Produkte und können das dann auch Touristen, die hinkommen, verkaufen.

00:14:47: Das ist eine super Sache.

00:14:49: Also man hat schon eine Verantwortung oder eine Rolle als Konsument, wo man quasi schaut, dass man, wenn man wohin reißt, also unsere Gäste sind ja, man möchte ja quasi ein Land authentisch erleben und da gehört schon auch bei den Souvenirs, bei den Mitprinzeln, wie man einkauft, das gehört irgendwie dazu.

00:15:10: Was ist denn da, vielleicht, dass wir ein bisschen reden, was sind denn die Vorteile?

00:15:14: oder warum soll man denn authentische Souvenirs kaufen?

00:15:19: Naja, es ist schön, was mitzubringen einfach.

00:15:22: Also, ich bin ja eher ein Einkaufsmuffel.

00:15:25: Also, obwohl ich jetzt ein Geschäft habe mit meiner Frau schon lange, kauf ungern ein für mich.

00:15:30: Also, ich bin eher ein Einkaufsmuffel und wenn dann kauf ich gern hohe Qualität ein.

00:15:33: Das deckt sich auch mit dem, was wir machen natürlich.

00:15:36: Also, wir stehen einfach beide auf Qualität.

00:15:39: Kauf aber ungern ein.

00:15:40: Zwar ich gerade in Ghana und da haben wir gedacht, Eigentlich will jetzt nichts mitschleppen im Rucksack.

00:15:46: Also ich will immer einen gleichen Rucksack reisen und so.

00:15:49: Und dann haben wir gedacht, es wäre doch schön, unseren Kindern was mitzubringen.

00:15:54: Und dann habe ich im Ghana am Strand einen super sympathischen Maler.

00:15:57: Kennt ein Klient, der dort wirklich seine Bilder ausgelegt am Strand.

00:16:02: Und dann habe ich einmal geschaut und dann haben wir am nächsten Tag noch geschaut und dann bin ich mit ihm ins Gespräch gekommen und dann haben wir preisverhandelt und so.

00:16:09: Und dann habe ich wirklich vier Bilder eingekauft

00:16:11: von dem.

00:16:12: Und das ist einfach...

00:16:15: Cool,

00:16:16: ja, weil der lebt dort vor Ort von seiner Kunst.

00:16:21: Das waren wirklich schöne Bilder, also ein bisschen naiv, eine wunderschöne Farbe und so, also nicht so klassische, schnell fabrizierte Sachen, wirklich schöne Bilder.

00:16:31: Und er hat erfreit gehabt und ihr überfreit gehabt und ihr habt den Kindern zu Hause, also den Graz wieder zeigen können.

00:16:38: das Foto, wie ich mit ihm drauf bin und habe gesagt, er hat das gemalt für euch, ihr habt jetzt die Bilder von dem dahängen und das finde ich einfach cool.

00:16:45: Ja, also ich finde da, es geht dafür so, um Begegnungen, jetzt wenn man in Marrakesch was kauft in einem Shop, wo man dahinter sieht, die Schumacher, die das produzieren, die ganzen Geschichten dahinter, man nimmt ein Teil der Kultur mit, oder?

00:17:02: Genau.

00:17:03: Und auch Geschichte und muss man auch sagen, man unterstützt auch, man schafft Arbeitsplätze und nicht irgendwo in einer Fabrik, genau.

00:17:14: Kilometer entfernt, sondern dort wo man hin reißt und schafft dort auch Chancen.

00:17:19: Also angefangen von Bildung bei fairen Handel, das spürt ja alles eine Rolle.

00:17:24: Also kannst du uns vielleicht eh noch erzählen, weil fairen Handel, es geht ja nicht nur ums Produkt, um die Arbeitsbedingungen, um Bildung, das ist ja ein großer Bereich.

00:17:34: Ich möchte vorhin eine andere Dimension einbringen beim Handwerk.

00:17:39: Das ist nach so einem Anliegen in Europa mit dem Thema Handwerksterben.

00:17:43: Ich finde Hand Handwerk ist ein echtes Kulturgut.

00:17:46: Also wenn ein Handwerk ausstirbt, dann verliert man einfach manchmal jahrhundertealte Kultur.

00:17:55: Das finde ich in Europa so dramatisch.

00:17:58: Ich war zum Beispiel wirklich traurig, wie diese fantastische Glaswerkstätte in Bernbach bei Graz zugemacht hat, weil diese Glasbläser dort die komplizierteste Dinge aus Glas gemacht haben.

00:18:10: Das waren echte Künstler.

00:18:12: Und Handwerk wird nicht über Bücher weitergegeben, sondern von Generation zu Generation wird Handwerk vor allem gezeigt und geübt.

00:18:21: Das ist ein Know-how.

00:18:22: Genau.

00:18:22: Und wenn das, wie mündliches Weitergeben von Geschichten, wenn das nur einmal unterbrochen ist, ist die Kunst des Handwerks weg.

00:18:30: Deshalb ist es so wichtig, meiner Meinung nach auch aus einem kulturellen Blickwinkel heraus, also Erhaltung von Kulturgut, ist es so wichtig, dass man Handwerk pflegt.

00:18:42: Und das Handwerkstraditionen weitergegeben und auch weiter entwickelt werden.

00:18:47: Und da kann man beitragen, wenn man quasi vor Ort sich sozusagen schlau macht und wirklich authentische Sachen findet, kauft, wertschätzt und sich damit auseinandersetzt.

00:18:58: Weil im besten Fall kauft man nicht nur ein schönes Ding, das man zu Hause verwendet oder je um zu Hause schenkt, sondern man schafft auch Arbeitsplätze vor Ort und man erhaltet ein wirklicher Hundert der alte Skulpturgut und eine Jahrhunderte alte Handwerkstradition.

00:19:16: Also es gibt mehrere Themen in dem.

00:19:19: Bereich.

00:19:20: In Nepal habe ich das ein bisschen mitbekommen, weil da waren ja die Königstädte so in den siebziger, sechziger Jahren ziemlich marot und dann hat es so Projekte gegeben und da hat man bemerkt, oh, diese, also gibt es ja so ganz komplizierte Ziegelteile, die extra gebrannt werden, das war auch schon ziemlich verloren.

00:19:39: Da hat man erst müssen dann angefangen, Menschen zu schulen, alte Menschen zu finden, die das noch können und hat da die Gott sei Dank wieder belebt, dass man diese alten Häuser überhaupt renovieren konnte dann.

00:19:53: Also das ist voll ein wichtiges Wissen der Menschheit, oder?

00:19:56: Genau.

00:19:57: Das ist ein Handwerk, ja.

00:19:58: Ich habe

00:19:58: ein super Beispiel aus Europa und ich erzähle das deshalb, weil es wirklich fast alle kennen.

00:20:04: Es gibt natürlich auch Beispiel aus Entwicklungsländern, aber dieses Beispiel kennen wirklich alle.

00:20:09: Murano bei Venedig.

00:20:12: Also höchste Glaskunst in Europa.

00:20:17: Das ist deshalb so schön, weil einerseits dieses Jahrhundertealte Handwerkswissen des Glasblasens und Glasmachens auf höchstem Niveau weitergegeben wird, von Generation zu Generation.

00:20:29: Das ist einmal das Erste.

00:20:31: Das Zweite ist, dass wirklich wunderschöne Dinge entstehen und auch moderne Dinge.

00:20:37: Also sie machen jetzt nicht immer das Gleiche seit Jahrhunderten, also immer den gleichen Kitsch praktisch, immer die gleichen Kitsch, sondern das wird wirklich super weiterentwickelt.

00:20:44: Klar kann man auch den klassischen den klassischen Dom kaufen in Glas und so, aber es gibt auch wunderschöne moderne Dinge, in die in Morano gemacht werden.

00:20:54: Sehr

00:20:54: schönen Schmuck.

00:20:55: Sehr schönen Schmuck.

00:20:56: Dann, wenn ich hinfahre, habe ich die Geschäfte und kann aber gleich nebenan sehen, wie das gemacht wird.

00:21:02: Das heißt, ich weiß sofort, wer macht das.

00:21:04: Ich kenn sogar vielleicht die Person, sehe die Person, die mein Stück, das sich dann kauft, gemacht hat.

00:21:09: Das ist ein nächster Aspekt und Ich habe kaum ein Zwischenhandel, dass es das, was ich zahle, kommt zum großen Teil wirklich bei den Produzenten an.

00:21:18: Also das ist für mich so ein super Beispiel, wie es idealerweise laufen soll.

00:21:23: Also, dass man beim Reisen einfach die Chance hat, an die Quelle zu kommen und auch was zu lernen, oder?

00:21:29: Also, was mitzubekommen, wie wird es produziert?

00:21:31: Genau.

00:21:32: Direkt einen Kontakt zu den Menschen zu haben, ein bisschen was zu lernen über die Handwerkstradition, Handwerk, das sich weiterentwickelt und modernisiert, also praktisch das Feuer halten und und weiter weiterentwickeln.

00:21:47: Und es hat ja durchaus einen wirtschaftlichen Aspekt.

00:21:50: Also ich weiß ja von unserer Geschichte, von unserem Business von unserem Geschäft, dass ein Tourist im globalen Süden bis zu acht Arbeitsplätze schafft.

00:22:03: Also der nachhaltige Tourismus, wenn er gut gemacht wird, hat wirklich einen großen Hebel.

00:22:09: Wie ist die wirtschaftlichen Bedeutung vom nachhaltigen Handel und vom nachhaltigen Handwerk im Rahmen der Weltwirtschaft?

00:22:18: Oder was ist denn da die Bedeutung?

00:22:20: Ja, also erstens, das ist, glaube ich, die sofort mit dem Reisen, weil, wie gesagt, wir waren gerade in Ghana, dann zum Schluss einem wunderschönen Strand mit einem sehr schönen Projekt, auch das zwei Holländer betreiben, und da wird... das halbe Dorf beschäftigt.

00:22:36: Also erstens die Gärtner dann in der Gastronomie, in der Rezeption zum Reinigen, die Fischer, die in den Ausfahren verkaufen, ihren Fisch.

00:22:44: Also das wird alles dort lokal hergestellt, in der Lokale Arbeitskräfte zurückgerufen.

00:22:49: Und das ist wirklich ein bitterarmes Dorf rundherum.

00:22:52: Und dieser Arbeitgeber schafft dort super Arbeitsplätze.

00:22:55: Das wäre echt so ein ganz tolles Beispiel für das, was du gerade gesagt hast.

00:22:59: Die Bedeutung des fernen Handels weltwirtschaftlich ist minimal.

00:23:03: Also ich glaube, der faire Handel macht weniger als ein Promidl aus, weltwirtschaftlich.

00:23:08: Okay, das klingt

00:23:10: nicht viel, ne?

00:23:10: Das ist echt nicht viel.

00:23:12: Ist also statistisch echt vernachlässigbar, ja?

00:23:15: Also eigentlich kann man sagen, das ist so vernachlässigbar, dass es eigentlich gar keinen Sinn hat, darüber das zu machen, also faire Handel, ja.

00:23:22: Aber

00:23:23: das erzähle ich, ja, statistisch betrachtet.

00:23:26: Aber das ist der Unterschied zwischen Statistik und konkreten Personen und Menschen.

00:23:32: Weil allein von dem, was wir machen in unserem Shop, kann ein Tausende Familien weltweit korrekt leben.

00:23:42: Nur von eurem Shop.

00:23:43: Nur von unserem Shop.

00:23:44: Glaublich.

00:23:44: Nur von unserem Shop.

00:23:45: Tausende Familien.

00:23:47: Statistisch ist es noch immer.

00:23:49: vernachlässigbar.

00:23:50: Aber für diese konkreten Tausend Familien heißt es ein ganz anderes Leben führen.

00:23:56: Die können sich ein Zuhause leisten, die können die Kinder in die Schule schicken, die können, wenn sie krank sind, zum Arzt gehen und sie können sich was auf die Seite legen für die Pension.

00:24:05: Das macht einen gewaltigen Unterschied.

00:24:07: Deshalb sage ich immer, Bitte nicht die Statistik anschauen, sondern schauen, welche konkreten Schicksale stehen dahinter.

00:24:14: Das finde ich ganz wichtig.

00:24:16: Sich so am positiven Beispielen, die es ja ganz konkret gibt und die man ja quasi... ganz direkt verursacht durch sein Einkaufen.

00:24:25: Also ich habe da ja auch so eine Geschichte, in der Covid-Zeit war ja bei uns in der Reisebranche eine sehr düstere Zeit und wir haben da aber großartige Unterstützung von unseren Reisegästen bekommen, indem sie was gespendet hat, dass wir in Marokko, in Nepal und in vielen Ländern unsere Geiz und unsere mit dem Tourismus beschäftigten Menschen unterstützen konnten.

00:24:48: und da haben wir dann die Brigitte in Marokko so erlisten.

00:24:52: macht.

00:24:53: Und irgendwie war sie schon weit über hundert nur Menschen, die direkt von unserem Geschäft leben.

00:25:00: Und da haben wir noch gar nicht die Handwerker, die im Hotel die Rohre reparieren oder die Händler und noch sehr wenig die Hotel angestalten, wo wir wohnen drinnen, sondern es war der Mandelbauer, dem wir die ganze Jahresernte abkaufen, der Safranbauer, dann natürlich die Transportunternehmer, die für uns fahren, die Geiz.

00:25:20: Und das waren weit über hundert Leute, alle Familien haben.

00:25:24: Also hunderte Leute, die ganz direkt nur von unserem Marokko-Reisen leben.

00:25:30: Und das ist eins von achtzig Ländern.

00:25:32: Also man hat da schon als Konsument einen großen Hebel und verändert bei einer kleinen Firma wie bei uns oder bei euch das Leben von tausenden Menschen mit seiner Konsumentscheidung.

00:25:44: Das muss man sich schon quasi im Kopf behalten.

00:25:49: Und die Summe von vielen Einzelunternehmern macht ja dann wieder auch was Großes aus.

00:25:54: Ja, ist dann schon eine Bewegung.

00:25:56: Und so sind wir dann schon so in einem ähnlichen Feld drinnen, wo man wirklich Menschenleben ändert und dann Unterschied macht mit dem, wie man konsumiert.

00:26:07: Genau.

00:26:08: Die Fit ist aber ganz ein wichtigen Punkt und eine wichtige Grundhaltung, dass man sagt, dass man sich klar ist, in welchem Umfang kann ich was zum positiven verändern.

00:26:18: Also ich kann jetzt nicht die Welt verändern und du wirst die Welt auch nicht verändern, aber ich kann die Welt für eine gewisse Personenanzahl verändern.

00:26:25: Und das ist so wichtig.

00:26:26: Weil wenn ich sage, ich will die Welt verändern, dann ist es zu groß, dann ist die Chance groß, dann ist es gelingt man nie, du gar nix.

00:26:33: Also dann verfallt man in so eine pflegmatische Erhaltung zurück, okay, na es hilft dir ja alles nix.

00:26:39: Also wichtig finde ich diese Einstellung, Ich veränder dort etwas in dem Rahmen und dem Umfang, wo ich wirksam sein kann.

00:26:48: Und in unserem Fall ist das halt für wirklich Tausende Familien.

00:26:53: Wenn man sich mit den Zahlen, ich habe das von einem Tourismusprofessor, dem Christian Baumgartner, mit dem wir immer wieder zusammenarbeiten für Workshops, diese Zahlen haben wir gehört, also die sind dann schon wieder ermutigend.

00:27:05: Es gibt zwar eben nicht so viele Kunden im nachhaltigen Tourismus, weil viele halt eher Massentourismus bevorzugen oder es gibt auch nicht so viele Kunden, die im Fair Trade einkaufen, aber es sind durchaus einige und der Hebel ist dann wieder gewaltig.

00:27:22: Genau.

00:27:23: Wobei sagen muss, die Entwicklung ist ja so, ich bin ja schon lange dabei, also ich bin jetzt über fünfzig und bin dazu gekommen, so im Alter von fünfzehn Jahren zum Fernhandel, eben über damals, wir haben einen Religionslehrer, und damals war das ja Thema für Spinner, muss man sagen.

00:27:37: Es war eine ganz kleine Gruppe, eher so entweder aus der religiösen oder aus der altundsechziger Ecke gekommen, haben sich dafür interessiert.

00:27:44: und sind dann halt mit Jute Taschen und genau, ja, das ist eine ganz alternative Ecke.

00:27:50: Und wenn man sich das anschaut, hat sich es ja wirklich sehr verändert.

00:27:53: Also dieses Thema ist echt, würde ich mal sagen, in einer gebildeten Mittelschicht angekommen, auch dank vieler Fernsehsendungen und Dokus und Berichten.

00:28:03: Also die Leute wissen, wenn sie sich ein bisschen informieren, wissen Bescheid, was einfach Ablauf in den Industrien der Entwicklungsländer und in den Fabriken der Entwicklungsländer.

00:28:15: Und da hat sich echt einiges geändert.

00:28:20: Also, das wäre ich schon.

00:28:21: Du greifst meiner nächsten Frage vor.

00:28:25: Schick Ethik heißt ja euer Laden.

00:28:27: Deine französische Frau hat dann natürlich bei der Namensgebung, denke ich mir, steht da dahinter.

00:28:34: Und dieses Schick zeigte auch schon so die Veränderung, oder?

00:28:38: Es geht nicht mehr um... Entschuldige, wenn ich so... Salop sagt Müsli und Kratzige-Wolpolober, sondern es geht schon um Qualität und um Schick, wie der Name sagt.

00:28:50: Oder was hat sich da verändert in den letzten Jahren?

00:28:54: Ja, der Unternehmensname erzählt ziemlich viel über unsere Geschichte.

00:28:58: Und das Schick kommt sicher auch von unserer Architekturseite, natürlich aus dem Französischen auch, wegen Geländen, die sich in Paris aufgewachsen und hat eine Mama, die immer sehr viel Wert gelegt hat, als Parisarellauf Schick.

00:29:11: Das hat die Erländer natürlich geerbt, also Schick, Schick, Schönheit, Eleganz ist schon sehr, sehr wichtig.

00:29:16: Das kommt von daher, aber kommt auch von der Architekturseite her natürlich, wenn wir uns viel mit Planung und Ästhetik und schönen Dingen beschäftigen.

00:29:23: Ich wollte noch dazwischen für unsere Hörer erinnern.

00:29:26: Ich habe sehr Weltläden auch geplant und ausgestattet.

00:29:29: Da kommst du ja, glaube ich, auch hier

00:29:31: als Architekt.

00:29:32: Genau.

00:29:32: Wir waren ja dann fünfzehn Jahre selbstständig in Architektur, vor allem im Innenausbau, in der Innenplanung und auch technischen Innenausbau und haben Weltläden in Österreich und Deutschland beraten und viele Planungen gemacht.

00:29:44: Und was uns da aufgefallen ist, war halt wirklich dieser Mangel an Eleganz und Schönheit.

00:29:52: Da gibt es so eine Geschichte, die für mich so einprägsam war.

00:29:55: Eine Kaffeebarin aus Guatemala ist einmal gekommen auf Besuch in ihrem traditionellen Gewand, sehr beeindruckende Person und geht halt durch die Stadt und besichtigt halt so.

00:30:10: Da mag's halt Weltlehnen.

00:30:12: und irgendwann sagt sie zu mir, du Andreas, wieso sind die anderen Geschäfte alle so elegant?

00:30:18: Und die sagt, ja, das ist halt so.

00:30:21: Das war das Image der Weltlehne.

00:30:23: Das war

00:30:23: das Image, genau.

00:30:25: Und das hat mir die Produkte sind ja total hochwertig.

00:30:29: Also nicht nur... Bio die meisten und Fairtrade sind auch wirklich hochwertige gute Produkte und die Gehörn auch richtig präsentiert, also die Gehörn unserer Meinung meiner Meinung nach auch einfach in ein richtiges Ambiente, in schöner gut gestaltete Shops, in schöner guten Lagen, das entspricht der Idee und der Wertigkeit dieser Produkte.

00:30:50: Und das wollten wir einfach umsetzen.

00:30:52: So ein Schickethick ist eben dieses schöne und den ethischen Hintergrund zu verbinden.

00:30:57: Also der Name drückt diese beiden Pole aus und das ist wichtig, beides drin zu haben.

00:31:03: Wir machen so einen Kernsatz, der unsere Botschaft ausdrückt.

00:31:07: Der heißt, wirklich schöne Dinge sind auch in Würde hergestellt.

00:31:12: Also es geht um einen tieferen Sinn von Schönheit.

00:31:15: Also wirklich schöne Dinge sind nicht nur oberflächlich schön und hübsch und werden dann vielleicht irgendwo unter schlechten Bedingungen hergestellt, sondern wirklich schöne Dinge müssen auch ordentlich hergestellt sein.

00:31:24: Ganzheitliche Schönheit.

00:31:26: Ganzheitliche,

00:31:26: tiefere Schönheit.

00:31:28: Das ist die Philosophie.

00:31:29: Die Schönheit der Arbeitsbedingungen oder wo es herkommt.

00:31:33: Genau.

00:31:33: Umwelt

00:31:34: etc.

00:31:34: Also Schutz von den Menschen, von den Menschen, die das herstellen und von der Umwelt.

00:31:39: Bio ist Umweltschutz und Fairtrade ist Menschenschutz.

00:31:42: Das sind die beiden Themen.

00:31:45: Ja, und ich weiß ja aus unseren Gesprächen auf unseren Bergtouren und hab's ja selbst beobachtet, dass der faire Handel ja ein bisschen unter seinem Erfolg gelitten hat, weil es gab ja zwischenzeitlich, früher hat man nur im Weltladen den fair gehandelten Kaffee und die Schokolade bekommen, dann hat Zotter angefangen, Bier und Fair zu handeln, dann gab es das beim Spar und in Supermärkten kriegt man dann viele Fair-Trade-Produkte von Orangensaft bis Kaffee.

00:32:19: Das heißt, man braucht jetzt, der Weltladen hat sich irgendwie dann auch ändern müssen, weil das gibt es quasi sehr breit auch in verschiedensten Geschäften die Produkte mittlerweile, was ja Erfolg ist.

00:32:33: Genau.

00:32:34: Also, Ziel war eigentlich immer, zu sagen, die Wettlinien sollen sich selber abschaffen,

00:32:39: weil

00:32:39: Ziel ist, dass alles Bier und Fair ist.

00:32:42: Das haben wir

00:32:43: noch nicht ganz geschaffen.

00:32:44: Aber es

00:32:44: gibt es für uns sogar im Billigsuper-Markt noch einen Discounter.

00:32:49: Lidl

00:32:49: und so weiter, oder Hofer hat schon, das ist ein super Erfolg.

00:32:53: Das zeigt nämlich, dass Leute die günstig einkaufen, auch Bio- und faire Produkte einkaufen und sich das leisten können.

00:33:00: Es ist ein Riesenerfolg.

00:33:01: Und jetzt sage ich etwas, was in der Szene immer sehr schlecht angekommen ist, aber total wichtig ist, wir verkaufen in erster Linie Superprodukte.

00:33:10: Also in erster Linie musst du Qualität verkaufen.

00:33:14: Und für die Personen, die es interessiert und für die es wichtig ist, für die haben wir auch noch sozusagen das Faire und das Bio drinnen.

00:33:22: Das ist sozusagen der Zusatznutzen.

00:33:24: Aber wir wollen auch alle Leute erreichen, die einfach sagen, ich will einfach nur ein qualitätsvolles Superprodukt haben.

00:33:30: Also Preis, Qualität, Leistung passt, deshalb kaufe ich es.

00:33:34: Billion Fährzusatznutzen.

00:33:35: Ich smile ein bisschen, weil dann merke ich schon wieder, wie ähnlich es ist, weil auch wir sagen, nachhaltiges Reisen ist jetzt nicht, darf nicht.

00:33:43: bärig, unbequem und mit Zeigefinger daherkommen, sondern auch beim nachhaltigen Reisen.

00:33:50: Du lernst Produzenten kennen, du bist dann an einem Weingut oder beim Olivenöl-Bauer.

00:33:56: Das ist ja so ein reiches Erlebnis, wenn du dann mitkriegst, wie der quasi produziert wird mit den Menschen am Abend, die Produkte genießt und gut ist.

00:34:06: Das ist ja quasi eine unheimliche Qualität, wenn man so heißt.

00:34:11: Aber auch bei deinen Reisen muss man für die Reise an sich super organisiert sein.

00:34:16: Also die Basics müssen einfach passen.

00:34:18: Die

00:34:18: Qualität muss super sein und der Rest ist Zusatz beziehungsweise nicht Zusatz.

00:34:23: Das ist nicht Nachhaltigkeit, das ist nicht was man rauf schraubt, sondern das ist die Bedingung.

00:34:29: Wenn die Leute nicht ausgenutzt werden und die Geiz fair behandelt und bezahlt sind, dann sind sie ja anders drauf und können unsere Gäste besser betreuen.

00:34:38: Also es ist eine Grundbedingung quasi.

00:34:42: Ja, genau.

00:34:42: Ja, und wir dicken gleich.

00:34:44: Das ist gleiche Idee dahinter.

00:34:47: Ja, vielleicht, dass wir das alles zusammenfassen und so zum Abschluss noch einmal so wiederholen, welche Tipps hast du, wenn man jetzt unterwegs ist, wenn man reißt oder hier bei uns einkauft, auf was soll man denn schauen beim Fern-Einkaufen, beim Nachhaltigen-Einkaufen, wenn man auf Handwerk, auf Geschichten, auf gute Bedingungen und hohe Qualität wert legt.

00:35:13: Erstens einmal weniger kaufen und Qualität kaufen, das gilt es für... Ja klar, das gilt für uns hier wie auch auf Reisen.

00:35:22: Dann speziell für Reisen, weil wir viel unterwegs waren, natürlich auch viel mit Produkten zu tun haben auf unseren Reisen.

00:35:30: Ein ganz wichtiger Tipp ist nicht selbst unter Druck setzen.

00:35:34: Das klingt jetzt komisch, aber ich erkläre es ganz kurz, wenn ich am letzten Tag drauf kommen, ich brauche noch fünfzehn Geschenke für alle meine Angehörigen daheim, dann setze ich mich selbst so unter Druck, dass der eigentlich nichts gescheites rauskommen kann.

00:35:49: Also das ist selbst unter Druck, wirklich vermeiden.

00:35:52: Wenn ich am Anfang der Reise schon weiß, ich will was mitnehmen für meine Liebsten, dann kann ich so nebenher immer schauen, ob ich irgendwo was Tolles finde, aber nicht am letzten Tag in der letzten Stunde.

00:36:03: Das zweite ist, nicht unter Druck setzen lassen, also von findigen Händlern.

00:36:09: Ja,

00:36:09: das sind auch psychologisch geschult, nur heute und nur hier.

00:36:15: Genau, da sind manche Länder ein bisschen aggressiver, sag ich einmal, im Verkaufen.

00:36:20: In manchen Ländern ist es ein bisschen weniger.

00:36:24: Das sind wir halt gewohnt, dass wir fixe Preise haben, aber in Ländern, wo es eine Handelkultur gibt, wo man sich den Preis ausmachen muss.

00:36:33: Da wären natürlich alle Tricks versucht, die kennen diese Tricks auch ja, auch die Verkäufer und die Händler, wie man sozusagen die Europäer unter Druck setzen kann.

00:36:41: Wobei, da muss ich jetzt ein bisschen reingrätschen.

00:36:45: Viele sagen halt so, da muss ich handeln und das ist ein Riesenproblem.

00:36:50: Und kriege ich da wohl den besten Preis, da sage ich mir, sehts das als Spiel.

00:36:55: Auch das Handeln gehört zur Kultur dazu.

00:36:58: Und wenn man jetzt da fünf Euro mehr zahlt, es geht ja um die Kommunikation.

00:37:04: und die Interaktion und es ist auch die Händler sehen das ja oft als Freude und als Kommunikationsmittel, was so ist nicht so ernst nehmen.

00:37:13: Genau, das meine ich auch und das verstehe ich auch darunter nicht unter Druck setzen lassen.

00:37:18: Also ich muss nicht was kaufen, nur weil ich ein D-Angebot gekriegt habe oder Zucker oder so, deshalb muss ich jetzt nicht ein Fünfhundert Euro Teppich kaufen.

00:37:27: Das ist ganz klar.

00:37:28: Gleichzeitig, wenn ich was total Schönes sehe, sage ich oft, meinen Reisegästen, sollte ich nicht bis zum letzten Reisetag warten, sondern wenn ich unterwegs irgendwas sehe, bin beim Handwerksbetrieb, es gefällt mir, dann sollte ich schon zuschlagen, weil wer weiß, also es ist dann zwar abwägen, nicht unter Druck setzen lassen, aber so wie du sagst, nicht alles auf dem letzten Tag.

00:37:51: Ich bin ja schon ein bisschen so, so wie du, ich kaufe nicht so gern ein und dann konzentriere ich das dann auf einen halben Tag, wo ich mit Shopping beschäftige und davor und danach brauche ich nicht daran denken.

00:38:05: Aber gut, ich bin vielleicht ein gutes Bedarkebild.

00:38:07: Ja, du lauchst.

00:38:10: Ja und unter Druck setzen, wie du gesagt hast, das kann auch sein, dass man jetzt versucht, jetzt das total runter zu handeln.

00:38:17: Man muss da ein gutes Gespür haben, irgendwie ein bisschen handeln ist immer drin, wie gesagt, zum Spiel dazu und zur Kommunikation.

00:38:23: Aber ob ich jetzt zum Beispiel in Ghana am Strand jetzt für das Bild fünfzehn Euro zahl oder dreizehn Euro zahl mein Gott das ist jetzt wirklich macht kein riesen unterschied.

00:38:33: und

00:38:34: ich glaube es ist ein bisschen so wenn ich sehe das ist der produzent da da da da lebt dahinter die familie oder ich erahne sie dann kann man durchaus auch irgendwie sagen okay zahlbar euro mehr weil das ist wirklich ich ich erkenne dass das von dem menschen da gemacht worden ist.

00:38:54: genau

00:38:56: ja

00:38:57: Ja, was hätte ich sonst noch an Tipps?

00:39:02: Ich glaube so vom... Einkaufen, das haben wir noch nicht gesagt.

00:39:06: Also bei uns ist ja schon so, die lokal verwurzelten Geiz führen die Leute dann oft zu lokalen Produzenten.

00:39:14: Das ist immer so eine Gratwanderung.

00:39:17: Man soll sie jetzt nicht unter Druck gesetzt fühlen von einem Geiz.

00:39:22: Im Massentourismus gibt es ja dann richtig so Einkaufsfahrten, wo der Geid Prozente kriegt beim Geschäft.

00:39:30: Also so dieses hingeführt werden in einem Geschäft zu einem Produzenten, also immer gesunder Menschenverstand.

00:39:38: Und es ist auf der anderen Seite auch eine wunderbare Chance, wenn der Guide dann irgendwo hinten hinführt, wo wirklich was gemacht wird, wo man wirklich an die Quelle kommt.

00:39:47: Das erkennt man ja auch, ob das auch schmäh ist, also ein Trick, eine Verführung oder ob man da wirklich beim Produzenten ist.

00:39:56: Genau, ja.

00:39:58: Das kommt natürlich immer auf den Guide drauf an, aber eure Guides kennt ihr ja schon seit Jahren und teilweise Jahrzehnten.

00:40:04: Ihr habt eine unglaubliche Vertrauensbasis.

00:40:07: Also wenn ich jetzt als Reise teilnehme, dass ich einen Guide habe, wo ich weiß, der arbeitet seit Jahrzehnten mit weltweit Warnern sammeln, dann kann ich dem vertrauen, würde ich mal sagen.

00:40:17: Wenn ich auf einer billigen Einkaufsfahrt bin mit dem Guide, den ich noch nie vorher gesehen habe und der so unterbezahlt ist, dann wird die Chance groß sein, dass der in einer Provision kriegt.

00:40:28: da gibt es ja leider so Beispiele von Türkei, dreihundert Euro mit Flug und das Geld wird mit Teppich und sonstigen Waden gemacht, wo quasi die mit einem Verlust in die Reise reingehen und das Geld wird dann quasi durchs Einkaufen der Gäste.

00:40:44: Das sind die Negativbeispiele.

00:40:46: Wobei man dazusagen muss, auch bei uns ist so ein Stadtführer, der immer wieder in das gleiche Geschäft geht, kriegt wahrscheinlich dann noch einen Teil geschenkt oder gratis oder das kann man nie verhindern.

00:41:01: Wir arbeiten da sehr dagegen, aber jeder Gast soll halt auch ein bisschen gesunden Menschen verstand.

00:41:07: Also es ist eine großartige Chance, wenn man jemanden hatte Empfehlungen ausspricht.

00:41:12: Man soll aber immer quasi auch sich auf sein Gespür und aufs Augen.

00:41:16: Also der Konsument ist schon auch selbst verantwortlich und hat dem, wie man gesagt haben, eine große Macht, indem man was Gutes kauft und mit einer guten Qualität.

00:41:26: Genau.

00:41:28: Lass uns nachdenken.

00:41:30: Ich glaube, wir haben unsere Tipps erzählt.

00:41:33: Vielleicht tun wir es noch einmal gemeinsam zusammen, fassen.

00:41:37: Bei authentischen Handwerk geht es ja um wirklich eine Weltkulturerbe.

00:41:43: Wenn eine Handwerkstradition einmal unterbrochen ist, dann ist sie oft verloren.

00:41:48: Jedes Stück, das man kauft, das wirklich authentisch ist, erzählt eine Geschichte und schafft auch eine Verbindung zwischen den Kulturen.

00:41:57: Man hat da ziemliche Macht, also beim nachhaltigen Tourismus habe ich die Zahlen, dass da wirklich bis zu acht Arbeitsplätze entstehen, nur durch einen Reisegast, nämlich auch gute Arbeitskräfte und Arbeitsplätze auf Augenhöhe.

00:42:12: Also man hat schon wirtschaftliche Macht als Kunde, indem man nachhaltige Produkte und authentisches Handwerk und nachhaltige Reisen bevorzugt.

00:42:22: Qualität und Wertschätzung schafft einfach auch ein bessere Welt, wenn man die Geschichte hinter einer einen Produkt hat, wenn man quasi sieht, wo es produziert wird.

00:42:34: Also man kann wirklich Geschichten und Lebensqualität ändern.

00:42:39: Fällt dir noch irgendwas ein?

00:42:42: Ja, ich möchte zum Abschluss noch sagen, dass es einfach wichtig ist, Menschen zu unterstützen.

00:42:48: Also jetzt nicht nur in der Nachbarschaft und nebenan, wo wir die Leute sehen, wie sie leben und arbeiten, sondern auch wirklich weltweit.

00:42:55: Also die Erde ist so klein geworden mit den Möglichkeiten zu reisen.

00:42:58: Es ist einfach nicht wurscht, wie die Person in Ghana oder in Vietnam oder in Äthiopien lebt und arbeitet.

00:43:05: Also nur weil die Person weit weg ist, wird die Ungerechtigkeit nicht weniger.

00:43:09: Und deshalb ist es so wichtig zu schauen, wo wir einfach unser Geld, unsere Aufmerksamkeit investieren, was wir damit tun und auch anrichten und auch Positives bewirken können.

00:43:19: Das ist für mich so das Fazit aus der ganzen Geschichte und aus dem, was wir beide tun, Christian.

00:43:25: Ich glaube, da mag ich jetzt nichts mehr dazusagen.

00:43:26: Das war ein wunderbares Schlusswort.

00:43:28: Danke für immer, Sandreas, für deine Tau sein und für diesen Austausch.

00:43:33: Danke dir, Christian, für die Einladung.

00:43:35: Ja, danke.

00:43:36: Ja, liebe Hörerinnen, lieber Hörer.

00:43:39: Auch Dir Dankeschön für Dein Zuhören.

00:43:41: Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich irrsinnig, wenn Du mir eine Fünf-Sterne-Bewertung darlast und auch diesen Podcast gerne.

00:43:51: Wir möchten ja die Community größer werden, möchten, dass mehr Leute auf unsere Serie von dem Podcast aufmerksam werden.

00:43:59: Wenn du selbst fair gehandelte und ethisch und authentische Produkte entdecken möchtest, dann empfehle ich dir noch einmal den Schick-Ethik-Shop von Andreas und Helene.

00:44:10: Natürlich in Graz am besten am Dommelplatz in diesem wunderschönen Geschäft, aber auch auf ihrer Webseite unter www.schick-ethik.com.

00:44:19: AT zu entdecken.

00:44:21: Ich werde es noch in den Show Notes verlinken, damit ihr das auch richtig schreiben könnt.

00:44:26: Und wenn ihr weitere Infos über unsere Reisen, zusätzliche Infos zum Wandern, auch mein E-Book entdecken wollt, dann kommt es einfach auf unsere Webseite weltweit wandern.com.

00:44:39: Ich freue mich auch über dein Feedback in den Kommentaren bei diesem Podcast oder einfach über e-mail unter podcast at weltweitwandern.com.

00:44:50: Und dann freue ich mich, wenn du wieder vorbeikommst bei unserem nächsten Folge von Weltweit Wandern, deinem Podcast übers Wandern, Reisen und bewegende Begegnungen.

00:45:01: Dankeschön fürs Zuhören, dein Christian

00:45:28: Lade.

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